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Autofahren für die Unelco

unelcoDer Stromverbrauch muß höher werden.
Dieser Meinung ist jedenfalls unser Kraftwerkbetreiber der „Unión Eléctrica de Canarias“, kurz UNELCO. Diese ist als Tochtergesellschaft des spanischen Energieversorgers ENDESA für unsere Stromlieferungen auf La Palma verantwortlich und jammert nun über einen Rückgang von 8,3% des Stromverbrauchs auf der Insel.

Da haben wir doch eine Lösung. Wenn schon keiner das Licht länger brennen lassen möchte, fahren wir spazieren. Tun wir das mit Elektrofahrzeugen, gibt es vom spanischen Staat ab dem 28. April sogar Subventionen. Nach dem königlichen Erlass 294/2013, werden Elektrofahrzeuge zur Verbesserung der Energieeffizienz im Verkehrssektor mit direkten Zuschüssen an den Käufer gefördert. Das gilt für Privatpersonen, Selbstständige und private Unternehmen. Motorräder, ja die gibt es auch schon mit Batteriebetrieb, sind von der Förderung allerdings ausgeschlossen. Detaillierte Infos zur Förderung unter BOE vom 27. April 2013.

kraftwerk

Nicht klar ist allerdings, ob unser in die Jahre gekommenes Kraftwerk einen größeren Ansturm aushalten würde. Häufige Stromausfälle sprechen dagegen. Ich wage auch zu bezweifeln, dass eine Umstellung auf Elektrofahrzeuge die Umweltbilanz verbessert. Bereits 2009 wurde die Stromerzeugungsanlage der UNECLO in „Los Guinchos“ an der Küste von Breña Alta auf der Ostseite der Insel von Greenpeace angezeigt, weil die Abgase der Anlage angeblich das nahe gelegene Schutzgebiet „Riscos de Bajamar“ belasten und Abwässer an der Küste in den Atlantik geleitet werden. Das Meer soll so stark mit Zink belastet werden. Diese Vorwürfe wurden allerdings von der Unelco bestritten.

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Über Graja (2021 Artikel)
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