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Das ändert sich 2018

Neues Jahr, neue Richtlinien.

+++ Führerscheinprüfungen +++ ITV +++ Bußgeldkatalog +++ EU Reiserecht +++ Datenschutz +++ selbstständig Arbeiten +++

Herzlich Willkommen im Jahr 2018.
Mit dem Jahreswechsel kommen einige Neuerungen auf uns zu, die Urlauber wie Residenten betreffen. Im Wesentlichen geht es darum, EU Richtlinien umzusetzen. Änderungen gibt es ab diesem Jahr im Verkehrsgesetz und Reiserecht.

 

Neues für Verkehrsteilnehmer.

Einige Änderungen wurden uns von der EU aufgezwungen, andere sind die logische Folge von mehr als 1.200 Verkehrstoten im Jahr 2017. Gregorio Serrano, Direktor der DGT, gab bekannt, dass das neue Verkehrsgesetz bis Ende diesen Monat fertig sein wird.

Änderungen beim Führerschein.
Fahrschüler sollen zukünftig mehr Fahrstunden bekommen. Nachtfahrten werden obligatorisch und bei Führerscheinprüfungen sollen Fahrtests mit GPS durchgeführt werden.

Änderungen beim TÜV.
Inspektionen der Hauptuntersuchung werden härter.
Bisher unbeachtete Fahrzeugbestandteile, wie zum Beispiel Sicherheitsgurte, werden nun genau geprüft. Dafür wird es nun möglich sein, eine notwendige Nachuntersuchung bei einer beliebigen ITV Station durchzuführen. Alle Details zur ITV haben wir hier zusammengefasst:

Bußgeldkatalog.
Das Punktesystem gilt als effektivste Maßnahme in der Verkehrserziehung und soll neu überarbeitet werden. Dazu gehört auch ein virtuelles System, das Verstöße der Europäer in Spanien mit Punkten in das jeweilige Heimatland überträgt. Unter der Lupe ist auch das bisherige System, ein Punktekonto mit einer Nachschulung wieder aufzufüllen.

 

EU – Reiserecht.

Wer als pauschalreisender Flug und Hotel bei einem Reiseveranstalter bucht, beikommt einen Sicherungsschein. Damit ist er rechtlich gegen Kosten abgesichert, wenn ein Hotel oder die Fluglinie Insolvenz anmeldet. Wer hingegen, wie auf La Palma oft üblich, seine Unterkunft im Netz oder direkt auf der Insel reserviert, Ausflüge und Flüge separat bucht, hatte diesen Schutz bisher nicht.

Im neuen Reiserecht 2018 wird der Begriff Pauschalreise erweitert, um für mehr Transparenz zu sorgen. Der Hintergrund ist einfach. Reisende konnten bisher bei Online-Portalen eine vermeintliche Pauschalreise buchen, erhielten dabei aber nur verbundene Reiseleistung mit einzelnen Posten.

Online Portale und Reisebüros werden gleichgestellt.
Das Portal muss nun aktiv darüber informieren, ob es sich um ein Pauschalangebot oder einzelne Leistungen handelt. Zusätzlich müssen sie, sofern sie Gelder kassieren, auch eine Insolvenzabsicherung haben. Dies bedeutet Rückholgarantie und Haftung bei Reisemängeln. Auch Reisebüros müssen mit einem Formblatt darüber Informieren, ob es sich um eine Pauschalreise, oder eine verbundene Reiseleistung handelt.

Fristen im neuen Reiserecht.
Bisher konnten Reisemängel nur innerhalb von 4 Wochen geltend gemacht werden. Nach neuem Recht haben sie nun zwei Jahre Zeit um Ansprüche anzumelden.

Aber auch Reiseanbieter werden gestärkt. Sie können nun bis 20 Tage vor Reiseantritt Preiserhöhungen von bis zu acht Prozent vornehmen, wenn sie die Kostensteigerung begründen können.

 

Datenschutzrichtlinie EU-DSGVO tritt in Kraft.

Noch gilt die Datenschutzrichtlinie 95/46 mit den nationalen spanischen Normen. Doch am 25. Mai 2018 endet die Übergangsfrist für Mitgliedsstaaten der Europäischen Union.

Damit fällt auch das bisherige Datenschutzgesetz LOPD (Ley Orgánica de Protección de Datos) aus dem Jahr 1999.

Für Spanien bedeutet die DSGVO eine Menge Änderungen, bei denen Prävention und ein proaktives Verantwortlichkeitsprinzip die Hauptrolle spielen. Alle Details zur DSGVO finden Sie online unter //dsgvo-gesetz.de

 

Verbesserung für Selbstständige.

Selbstständigkeit heißt auch auf den Kanaren selbst und ständig zu arbeiten. In vielen Dingen sind die sogenannten „Autonomos“ gegenüber anderen Geschäftsformen benachteiligt. Dies soll nun, ab dem 1.1.2018, mit dem Gesetz „Reformas Urgentes del Trabajo Autonomo“ verbessert werden. Hier einige der wichtigsten Änderungen.

Arbeitsunfälle.
Die Sozialversicherung erkannte bei Autonomos bisher keine Arbeitsunfälle auf dem Arbeitsweg an. Dieser Ausschluss ist nun Geschichte. Ab sofort sind auch Unfälle auf dem Weg zur Arbeit und Zurück bei Selbstständigen versichert.

Strafgebühren.
Wurden verspätete Zahlungen an die Sozialversicherung geleistet, waren bisher 20% Zuschlag obligatorisch. Diese Strafzahlung wurde nun auf 10% reduziert, sofern die Schuld im Folgemonat beglichen wird.

Steuerermäßigungen.
Ab 2018 können selbstständige 30% der Strom- Wasser- Gas- und Telefonkosten in der Jahressteuererklärung absetzen, sofern sie zu Hause arbeiten und dies dem Finanzamt mitgeteilt haben.

Auch Verpflegungskosten von 27,27 Euro können pro Tag angegeben werden. Dazu müssen diese für die Tätigkeit erforderlich sein, in einem Restaurant anfallen und per Kreditkarte bezahlt worden sein.

Rentenzahlung für Selbstständige.
Bisher wurden dem Autonomo, der sein Gewerbe nicht abmeldet, weil er zum Beispiel mit Personal weiter arbeitet, nur 50% der Rente gezahlt. Ab diesem Jahr bekommt er 100% seiner Rente.

Alle Details der Reformas Urgentes del Trabajo Autonomo

Über Graja (1980 Artikel)
Details zu den Autoren im Impressum unter: http://la-palma.info/autoren-impressum/

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