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Die Insel der Glückseeligen

Einsatz der Guardia Civil

pflanzeEwiger Frühling und Glückseligkeit. Jeder definiert das für sich persönlich etwas anders. Wer sich in einem permanenten Rauschzustand befindet, ist wohl überall auf der Welt jenseits von böse. Ein regelmäßiges Leben ist das natürlich auch, in unseren Gefilden allerdings verboten. Jedenfalls dann, wenn der Rauschzustand, anstelle von erlaubtem Alkohol, von kleinen, grünen Pflanzen kommt.

Cannabis wächst auf La Palma wie Gras.
Entschuldigen sie das Wortspiel, aber neben Unkraut gedeiht so ziemlich alles auf unserem mineralhaltigen, von Sonne und Wasser verwöhnten Lavaboden. Es ist also nicht weiter verwunderlich, dass einige die Finger von Alkohol lassen und anstelle dessen, im verborgenen kleine Gärtchen anlegen. Häufig geht das gut, manchmal nicht.

In diesem Jahr hat man allerdings das Gefühl, dass neben Pflanzen auch der Handel vermehrt blüht. Wer die Presse verfolgt, kann in kleinen Abständen von Drogenfunden der Guardia Civil lesen. Speziell geschulte Spürnasen, nicht die Beamten, vielmehr ihre vierbeinigen Helfer, stöbern in unregelmäßigen Abständen am Airport und bevorzugt im Hafen, weil Drogenkuriere gerne Ware aus Afrika über Teneriffa nach La Palma bringen. Kontinuierliche Arbeit der Polizei, Hinweise aus der Bevölkerung und manchmal etwas Glück, helfen den Beamten die Drogenflut zu stoppen.

So zum Beispiel im Fall des vor Barlovento in Seenot geratenen Seegelschiff mit 1,2 Tonnen Haschisch an Bord. 13 Personen konnten dort verhaftet werden. Noch heute liegt das 16-m-Seegelboot im Hafen an der Kette.

Ein Hinweis aus der Bevölkerung führte die Beamten der Guardia Civil aus El Paso vor wenigen Wochen zu einer Höhle in der Nähe von El Polvorin. Sie war mit Steinen verschlossen, darin befanden sich 3 Säcke mit etwa 35 kg Haschisch, das in verkaufsfertige, 151 kleinere Einheiten, abgefüllt war. Ein Besitzer dieser Drogen konnte noch nicht ermittelt werden, die Untersuchung läuft.

Letzte Woche konnte hingegen ein Drogenkurier auf frischer Tat entlarvt werden. Er viel den Beamten im Hafen wegen seiner Nervosität auf und wurde zum Röntgen ins Krankenhaus verfrachtet. Die Untersuchung ergab, dass der Mann in seinem Körper 28 Kapseln mit je 10 Gramm Haschisch transportierte, die er dann beim ärztlich kontrollierten Toilettengang wieder los werden durfte.

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Meist sind es kleine Erfolge der Polizei. Ob der Kampf gegen Drogen einmal zu gewinnen ist, bleibt zwar fraglich, aber auch stete Tropfen höhlen den Stein. Die Sinner der Beamten sind geschärft, sicherlich wird es in Kürze wieder Erfolgsmeldungen geben.

 

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Über Graja (1917 Artikel)
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