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Die Südspitze von La Palma

Zum Ende der Serie „14 Gemeinden – 14 besondere Orte“ stellen wir ihnen heute die Gemeinde Fuencaliente – Los Canarios im Süden der Insel vor.

Der Süden von La Palma hat eine Gemeinde mit zwei Namen.

Schuld ist eine heiße Quelle. Die „Fuente Caliente“, im 16. und 17. Jahrhundert als Heilquelle genutzt, war Namensgeber für den Ort „Fuencaliente“.

Dann spuckte der Vulkan „San Antonio“ Feuer, Asche und Lava begrub die heilige Quelle.

300 Jahre lang suchte man die „Fuente Santa“ ohne Erfolg und nannte den Quelllosen Ort „Los Canarios“.

Zwei Leuchttürme in Fuencaliente

Erst im Jahr 2005 wurde die Fuente Santa widerentdeckt. Seither streitet man um Nutzungsrechte, weil das Wasser auf dem Vulkanberg noch immer heilende Kräfte haben soll. Die aktuellen Pläne sehen ein Thermalbad vor.

Und da man jetzt die Quelle wiederhat, sind halt beide Namen in Gebrauch.

 

los Canarios

Die Gemeinde Fuencaliente.

1971 hat der Vulkanausbruch des „Volcan Teneguia“ mit seinen Lavamassen die Landfläche von Fuencaliente an der Südspitze um 29 Hektar, auf heute knapp 57 km² vergrößert. Etwa 1.700 Menschen leben hier in den Orten Los Canarios, Las Indias und Los Quemados.

Mit einem Teil der Cumbre Vieja, dem Kiefernwald Fuente de Los Roques und dem Tamanca Gebiet, stehen rund 70 % der Gemeinde unter Natur- und Landschaftsschutz. Große Flächen der Gemeinde scheinen aus karger Vulkanlandschaft zu bestehen.

Doch der Eindruck täuscht. Vulkanboden ist Fruchtbar und Landwirtschaft spielt in Fuencaliente eine wichtige Rolle. So baut man unterhalb der Vulkane Bananen an und nutz das besondere Klima zur Weinproduktion mit einem Volumen von zwei Millionen Liter pro Jahr. Bekannt und vielfach ausgezeichnet ist der Süßwein Malvasier.

Jardin de Sal

Das sollten Sie in Fuencaliente gesehen haben.

Gleich neben den Zwillings – Leuchttürmen „Faro de Fuencaliente“ befindet sich der Salzgarten „Jardin de Sal“, wo man das begehrte „Teneguia Salz“ produziert. Die Saline ist die letzte der Kanaren, in der noch traditionell Meersalz gewonnen wird. Sie kann täglich besichtigt werden. Auf dem Gelände gibt es zusätzlich einen kleinen Shop in dem Sie bestes Meersalz erwerben können und ein hervorragendes Lokal mit Spezialitäten aus Salzvariationen.

Punta Malpique, ein muß für jeden Taucher. Der Tauchplatz wird von allen Tauchschulen angefahren, gilt als einer der schönsten vor La Palma und besticht neben den seltenen schwarzen Korallen durch seinen Gedenkfriedhof Unterwasser. Die Geschichte zur Gedenkstätte finden Sie hier.

In der Bodega Teneguia sehen Sie das Geheimnis der Malvasia Produktion, können Edle Tropen kosten und kaufen.

Besuchen Sie die noch immer aktiven die Vulkane der Insel. Wandern Sie über den Volcan Teneguia, werfen Sie einen Blick in den Krater des Volcan San Antonio und informieren Sie sich im Informationszentrum „Centro de visitantes de los volcanes“ über vergangene Eruptionen.

Entdecken Sie bei Las Cabras, der Playa Echentive, oder Playa Puntalarga endlose, fast menschenleere Strände an der Südspitze von La Palma.

Details über die Gemeinde im Ayuntamiento unter http://www.fuencalientedelapalma.es/

 

Teil I: Die Nordgemeinden
Puntagorda, Garafia, Barlovento, San Andres y Sauces
Teil II: Die Westseite von La Palma
Tijarafe, Tazacorte, Los Llanos, El Paso
Teil III: Der Osten unserer Insel
Mazo, Brena Baja, Brena Alta, Santa Cruz, Puntallana
Teil IV: Fuencaliente im Süden der Insel

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Über Graja (1917 Artikel)
Details zu den Autoren im Impressum unter: https://la-palma.info/autoren-impressum/

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