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Ein Archipel für Entdecker

kopFundstücke der Kanaren
Ob die Kanaren tatsächlich ein Teil des versunkenen Atlantis ist, wird man wohl nie wirklich klären können und ist auch nicht wirklich wichtig. Ein Paradies für Botaniker, Archäologen, Vulkanologen, Paläontologen und sonstige Entdeckerologen sind die Inseln mit Sicherheit.

So wurden bei Ausgrabungen an archäologischen Stätten auf der Insel Lanzarote gut erhaltene, faustgroße Eier eines Laufvogels gefunden, der vor rund 6 Millionen Jahren über die Insel fegte. Leider war keines davon befruchtet und Skelette wurden noch nicht entdeckt. So bleibt die Vermutung des Finders, Dr. Sánchez Marco, es handle sich um eine frühe Straußenart, noch Theorie.

Oft hilft auch der Zufall. So auf Fuerteventura, wo Besucher am Strand von „Playa de las Conchas“ alte Keramikreste fanden. Sie meldeten den Fund bei den zuständigen Behörden. Daraufhin entdeckte ein Forscherteam aus Teneriffa vor Ort eine römische Ansiedlung.

Auf La Palma war es in diesem Jahr starker Regen, der Relikte aus einer längst vergangenen Epoche ans Licht brachte. Er prasselte in die Schlucht des Archäologieparks von Belmaco und spühlte Interessantes, aus einer meterdicken Schicht des Bodens, in den Höhlen der Ureinwohner. 2.200 Jahre alte Reste von Keramik und Tierknochen liessen die Archäologen jubeln. Experten schätzen die Fundstücke als die Ältesten der Kanaren ein. Schon lange galt Belmaco, auf Grund seiner Höhlenmalereien, als Fundstätte einer prähistorischen Geschichte der Insel.

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Pyramiden fand man auf Teneriffa. Was man ursprünglich als Steinhaufen oder modern angelegte Stufenterrassen hielt, hat der Alternativhistoriker Thor Heyerdahl wiederlegt. Es handelt sich eindeutig nicht um Überreste landwirtschaftlicher Anlagen, so hat er herausgefunden, das Bauwerk im Tal von Guimar ist eine sorgfältig von Steinmetzen errichtete Stufenpyramide. Wer die Erbauer waren? Man vermutet transatlantische Kontakte in präkolumbianischer Zeit, denn auch in Peru stehen vergleichbare Bauten.

15 Jahrhunderte La Gomera fanden Forscher in Form von Knochen in Vallehermoso. Die Überreste von 15 Menschen wurden in der Nähe des Strandes gefunden und sollen Aufschluß über das Leben der Ureinwohner geben. Die Besonderheit dabei, es handelt sich nicht nur um 1.500 Jahre alte Gebeine, sie stammen auch nachweisbar von unterschiedlichen Bevölkerungsgruppen.

Kuriose Höhlenkomplexe, spektakuläre Fundstücke, vorgeschichtliche Grabstätten und Höhlenmalereien finden sich auf allen Inseln der Kanaren. Die altkanarische Kultur hat viele Eindrücke hinterlassen. Dazu gesellt sich auf La Palma eine urwaldähnliche Flora mit Hunderten endemischer Pflanzenarten. Wer sucht, wird Unbekanntes finden.

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Über Graja (2021 Artikel)
Details zu den Autoren im Impressum unter: https://la-palma.info/autoren-impressum/

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