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Einwanderungswelle

Neue Einwanderungswelle aus Lateinamerika.

Südamerikanischer Flair breitet sich auf den Kanaren weiter aus, denn die Zahl der Zuwanderer steigt stetig an.

Geschichte der Verbindung.
Nach dem 1852 die Kanaren zur Freihandelszone erklärt wurden, brach Mitte des 19. Jahrhunderts große wirtschaftliche Not aus. Viele Palmeros wanderten damals, hauptsächlich nach Kuba und Venezuela aus. Erst in den 1920er und 1950er Jahren begann dann eine Rückreise Welle, die bis heute etwas Südamerika nach La Palma brachte.

Erkennbar ist dies nicht nur an der Kunst einzigartige Zigarren zu drehen, oder einen Karneval zu veranstalten, zu dem selbst Südamerikaner die Insel besuchen. Auch die Küche hat sich verändert. Arepas, Maisfladen die hauptsächlich in Kolumbien und Venezuelas als Grundnahrungsmittel verbreitet sind, finden wir auf La Palma in vielen Lokalen. Meist gefüllt mit leckeren Füllungen aus carne mechada, Ei oder Gemüse.

 

Einwanderungswelle mit Trendwechsel

Waren es früher meist Migranten aus Marokko, die nach Spanien wollten, werden alle Inseln des Archipels nun bei Menschen aus Südamerika immer beliebter.

Nach Angaben des nationalen Instituts für Statistik haben alleine 2016 insgesamt 7.241 Migranten, die auf den Kanaren leben, eine spanische Staatsangehörigkeit erworben. Zahl weiter steigend.

Ihre Herkunftsländer waren unter anderem Kuba, Kolumbien, Venezuela, Bolivien, Uruguay und Argentinien.

 

Was macht die Kanaren in Lateinamerika beliebt?

Nicht selten sind es bereits bestehende Familienbande zu den Kanaren. Auch ein bilaterales Abkommen zwischen Spanien und Ländern wie Peru oder Kolumbien, welches von der Visum Pflicht befreit, erleichtert die Migration. Sprachprobleme gibt es in der Regel nicht, was eine Integration vereinfacht.

Erlangt man dann die spanische Staatsangehörigkeit, können auch Familienangehörige wie Eltern oder Kinder über 21 Jahre auf die Inseln kommen. So wird der Anteil lateinamerikanischer Menschen auf den Kanaren weiter steigen.

 

Ein langer Weg zum Staatsbürger.

Um Spanier zu werden, reicht die offizielle Einreise natürlich nicht aus. Um die Staatsbürgerschaft zu beantragen, sind einige Requisiten erforderlich. Neben dem obligatorischen Eintrag im „Registro Central de Extranjeros“ und einer Meldebescheinigung (Certificado de empradronamiento) müssen noch nachstehende Papiere vorgelegt werden:

Pass des Herkunftslandes, spanischer Steuernachweis, Geburtsurkunde mit beglaubigter Übersetzung, polizeiliches Führungszeugnis aus dem Heimatland, polizeiliches Führungszeugnis vom spanischen Strafregister und den Nachweis über die bestandenen CCSE- und DELE Prüfungen.

Bei der DELE Prüfung handelt es sich um einen Sprachtest, der allerdings für Lateinamerikaner mit spanischer Muttersprache entfällt. Schwieriger wird es da bei der CCSE Prüfung. Hier werden die spanische Verfassung, so wie Themen zu Gesellschaft und Kultur abgefragt.

Nun heißt es warten.
Wer alle genannten Bedingungen erfüllt hat, kann die spanische Staatsangehörigkeit beantragen. Geschwindigkeit darf man angesichts der Migrantenflut und Langsamkeit beim Zentralregister in Madrid allerdings nicht erwarten. Die Wartezeit kann da schon einige Jahre dauern.

Über Graja (1979 Artikel)
Details zu den Autoren im Impressum unter: http://la-palma.info/autoren-impressum/

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