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Gefährliche Insekten auf La Palma

Davor sollten Sie sich in Acht nehmen.

Gibt es auf La Palma giftige Tiere?
Ja, wie im Rest der Welt existieren auch auf unserer Insel giftige Tiere, denn genau genommen ist schon jede kleine Spinne ein giftiges Tier, weil Sie ihre Beutetiere wie Fliegen und andere Insekten mit Gift lähmt oder tötet. Ob das auch eine Gefahr für Menschen darstellt, steht auch einem anderen Blatt.

Giftschlangen, Skorpione und ähnliche Gefahrenquellen müssen Sie in freier Natur hier nicht befürchten.

Einzig vor dem Skolopender sollten Sie sich in Acht nehmen.
Ein Getier, über das schon viel geschrieben wurde. Meist Schauergeschichten mit Monsterpotential. Ein Lebewesen das es auf der Insel gibt, Sie es aber höchst wahrscheinlich nicht zu Gesicht bekommen.

 

gefährliche Tiere auf La Palma

Foto von Gibe , CC BY-SA 3.0, https://de.wikipedia.org/w/index.php?curid=340474

Gefürchteter Skolopender.

Der Kanarische Riesenläufer (scolopendra valida) gilt als agiler, schneller, vor Allem aber aggressiver Jäger, der sich von Insekten wie Spinnen ernährt. Auch Mäuse oder Geckos stehen auf dem Speiseplan. Bei Menschen ist der Hundertfüßer wegen seiner schmerzhaften Bisse gefürchtet.

Skolopender verfügen bei Störung über ein extremes Aggressionspotenzial, verteidigen sich aktiv durch Angriff mit giftigem Biss und schrecken auch vor einem großen Menschen nicht zurück.

Wo treffen sie auf La Palma den Skolopender?

Wie in vielen tropischen Gegenden dieser Welt lebt der Skolopender auch auf unserer Insel gerne in feuchtem Milieu. Unterschlupf findet er unter Steinen, im Erdreich, faulendem Holz im Wald. Manchmal jedoch auch zwischen Laub oder unter einer Fußmatte vor dem Haus. Dort versteckt er sich allerdings nur bei Tag.

Nach Sonnenuntergang beginnt für den bis zu 10 cm lange Hundertfüßer die Jagd auf Beutetiere. Dabei ist der Skolopender blitzschnell und wendig, haut seine Giftklaue so ziemlich in alles, was er für essbar hält. Ebenso verhält sich das Tier bei Gefahr.

Tödliches Gift.

Mit den am Kopf sitzenden Giftklauen injiziert der Skolopender blitzschnell eine tödliche Mischung aus Acetylochin, Serotonin und Blausäure, welche seine Gegner in Sekundenschnelle umbringt.

Für einen (gesunden) Menschen ist die Giftwirkung in der Regel nicht lebensgefährlich, jedoch unglaublich schmerzhaft. Die Bissstelle schwillt stark an, es kommt zu Lähmungserscheinungen, Kopfschmerzen, Schwindel und Atemproblemen. Bei älteren, kranken Menschen und Kindern, kann das Gift auch zu Herzrhythmusstörungen führen.

Gehören Sie nicht zu dieser Risikogruppe, werden Sie nach einem Biss zwar höllische Schmerzen haben, aber ohne bleibenden Schaden aus der Nummer herauskommen.

Begegnung mit dem fiesen Hundertfüßer.

Wenn Sie nicht gerade mit Badelatschen in der Dunkelheit durch Feuchtgebiete wandern, ist die Gefahr auf einen Skolopender zu treffen sehr gering.

Begegnen Sie dennoch einem, hoffen Sie nicht, dass er Angst bekommt und sich zurückzieht. Seine Verteidigung ist der Angriff.

Fassen Sie ihn nicht mit der Hand an. Er könnte sich schneller drehen und zubeißen als Sie mit der Wimper schlagen.

Am besten gehen Sie dem Tier aus dem Weg und lassen es ziehen.

Müssen Sie das Krabbeltier entfernen, nutzen Sie einen Besen. Den wird er zwar auch attackieren, das tut aber nicht weh.

 

Was tun, wenn der Skolopender zugebissen hat?

Da das Gift wärmeempfindlich ist und bei mehr als 45 Grad zerstört wird, sollte die schmerzhafte Wunde möglich schnell mit heißem Wasser gereinigt, desinfiziert und mit heißen Kompressen behandelt werden.

Unabhängig davon welche Symptome auftreten, sollten Sie auf jeden Fall einen Arzt aufsuchen, denn bei allen Bisswunden kann es zur Nekrose oder Blutvergiftung kommen. Zusätzlich werden Sie bei medizinischer Betreuung geeignete Schmerzmittel bekommen.

 

Nicht alle Tausendfüßer sind gefährlich.

So können Sie in feuchten Jahreszeiten auf La Palma den „bicho negro“ (Falangista) antreffen. Er ist nicht gerade hübsch, tritt in Massen auf, bleibt aber völlig ungefährlich.

Portugiesische Invasion aus der Unterwelt

Titelbild von CC BY-SA 3.0, https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=161633

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Über Graja (1917 Artikel)
Details zu den Autoren im Impressum unter: https://la-palma.info/autoren-impressum/

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