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Grausamer Tod auf der Fähre

Naviera Armas verurteilt.

Das Handelsgericht „Juzgado de lo Mercantil Número 1” in Santa Cruz de Tenerife hat die Fährgesellschaft “Naviera Armas” zu einer Geldstrafe von 5.195,- Euro, wegen dem Tod eines Hundes verurteilt.

Begründung war, wie die „Dirario de Avisos“ berichtet, ein Verstoß gegen die Sorgfaltspflicht.

Hitzetod im Käfig.
Der Vorfall, bei dem nun ein spätes Urteil gesprochen wurde, ereignete sich am 17. August 2016 bei der Überfahrt von Teneriffa nach La Gomera.

Aufgrund der schlechten Transportbedingungen für Tiere müssen Hunde bei der Armas Fähre generell in Boxen auf dem Deck untergebracht werden. An heißen Tagen eine Qual für die Tiere. Auch am besagten 17. August war ein heißer Tag und so starb die Bulldogge qualvoll den Hitzetod.

Das Handelsgericht war der Auffassung, dass es sich bei einem Tiertransport nicht um einen Gegenstand wie Gepäck handelt. Man hätte den Tieren ausreichend Wasser zur Verfügung stellen und für Kühlung sorgen müssen, um den Hitzschlag zu vermeiden.

Nun muss die Fährgesellschaft 95,- Euro an den Tierarzt, 1.100 Euro für den Hund und 4.995 Euro als Schmerzensgeld an den Tierhalter bezahlen.

Fähre nicht für Tiere geeignet.

Hundehalter prangern schlechte Transportbedingungen für Tiere auf den Fähren (nicht nur bei der Armas) schon lange an. Enge, teils verschmutzte Käfige in schlechter Luft, Abgasen von Fahrzeugen und viel Lärm.

Meist ist auch ein Besuch der Tierhalter während der Überfahrt im Fuhrpark Deck nicht gestattet. Eine Kontrolle über den Zustand der Tiere also nicht möglich.

Ob ein kleines Strafgeld von 5.195 Euro reicht, um solche Missstände für die Zukunft abzustellen?

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Über Graja (1914 Artikel)
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