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Großeinsatz am La Palma Airport

Feuerwehr und Polizei machen es sich leicht.
Ohne Frage, Übung muss sein. Ob eine vorab angekündigte Katastrophenübung wirklich Sinn macht, steht auf einem anderen Blatt. Bei der heutigen Überprüfung der Rettungsorganisationen am Flughafen von La Palma, war von Flugzeugabsturz über Brandbekämpfung, bis zu verletzten Personen alles Erdenkliche dabei. Die Übung mit den Code „Operación Plata 2012“ simulierte ein auf dem Flugfeld abgeschmiertes Flugzeug, mit Feuer, verletzten Personen und Todesfällen, um das Zusammenspiel von Feuerwehr, Polizei, Rettungsdiensten und Forensikern im Notfall zu testen. Solche Übungen sind wichtig, sollten jedoch möglichst Praxsisnahe durchgeführt werden.

Bei der aktuellen Übung sah das gut koordiniert aus. Das Rettungspersonal wurde jedoch nicht wirklich gefordert. Einsatzkräfte der Guardia Civil kurvten schon eine Stunde vorher in Flughafennähe durch Los Cancajos um schnell zur Stelle zu sein, Besatzungsmitglieder der Rettungswagen und Notärzte saßen nicht wie üblich auf Bereitschaft beim morgendlichen Kaffee, sondern abfahrbereit in ihren Fahrzeugen.

Auch das angenommene Szenario, ein Flugzeug mit 4 Besatzungsmitgliedern und 12 Passagieren, ist wohl eher Wunschdenken als Realität. Selbst wenn in Krisenzeiten die Reiselust nach lässt, sitzen in einem durchschnittlich besetzten Flugzeug eher 150 als 12 Passagiere.

Ein gutes Zusammenspiel der ausgebildeten Kräfte ist im Notfall ein muss. Auch wenn sich im Nachhinein alle über eine gelungene Übung loben, hier haben sich die Teilnehmer des roten Kreuzes, AEA, Anaga, Polizei und Flughafenfeuerwehr allerdings keinen Orden verdient.

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Über Graja (1842 Artikel)
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