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Hafengeschichten aus Tazacorte

Großer Wurf oder Betrug am Steuerzahler, dass lasse ich mal offen.
Gestern wurde der neue Hafen in Tazacorte feierlich eingeweiht. Selbst Oberkanare Paulino Rivero lies es sich nicht nehmen in seiner Funktion als „el presidente del Gobierno canario“ dabei zu sein. Wahlkampf steht an, da macht man das so.

Ob der Umbau ein großer Wurf, oder einfach nur ein Verbrechen der Egomanen aus Tazacorte am Steuerzahler ist, bleibt offen. Fakt ist lediglich, dass der rund 50 Millionen teure Um- und Ausbau durch Steuergelder und EU Zuschüssen finanziert wurde. Egal, ob man ihn braucht oder nicht. Ob in Konkurrenz zum Hauptstadthafen jemals Kreuzfahrtschiffe oder Containerriesen in Tazacorte anlegen bleit auch nach dem Umbau höchst fraglich, denn Zeit ist auch auf dem Atlantik Geld. Welche Reederei fährt um die ganze Insel um Schweröl zu verbrennen, wenn die Strecke nach Santa Cruz bedeutend kürzer ist.

Hinzu kommt, dass auch das neue Hafenbecken zu klein ist. Bei einem Pier von 217 m Länge, hätten mit rund 250 m nicht einmal die Kreuzfahrtschiffe der Aida platz. Große Schiffe bringen ganz schnell plus 300 m zum Anlegesteg. Auch neuere Containerschiffe sind meist über 280 Meter lang, womit auch das Thema Verkehr, Logistikhafen und Arbeitsplätze erledigt wäre.

Queen Mary 2 - Länge 345 Meter

Queen Mary 2 – Länge 345 Meter

So ein bisschen erinnert mich der Hafen von Tazacorte an den Flughafen in Mazo. Einziger Unterschied, – der Hafen ist schön geworden und Eigentümer von Sport- und Fischerbooten können sich über 341 sichere Anlegestellen an 9 Stegen freuen. Auch für Besucher ist der Hafen von Tazacorte, mit seinen Geschäften und Bars, einen Besuch wert.

 

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Über Graja (1917 Artikel)
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