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Insulanische Zukunftspläne unserer Lateiner

centroVisionäre sind schwer zu stoppen.
„Wenn du ein Schiff bauen möchtest, suche nicht Männer, die Holz beschaffen, sondern lehre sie die Sehnsucht nach dem weiten Meer“. So weit das Zitat von Saint Exupery. Ein System, das funktioniert.

Auch hier auf La Palma findet man immer wieder solche Visionäre.
Das Wort kommt aus dem Lateinischen „videre“ und soll eine wirklichkeitsnahe Vorstellung der gewünschten Zukunft darstellen. Den Teil mit der gewünschten Zukunft kennen unsere Lokalpolitiker. Abhandengekommen scheint ihnen jedoch das Wort „wirklichkeitsnahe“ zu sein. Höher, schneller, breiter scheint das Zauberwort zu sein. Alles, nicht nur der Flughafen, muss auf La Palma überdimensioniert werden. Schon in der Planungsphase möchte man dem Volk verkaufen, dass diese Projekte finanzierbar wären. Damit sind wir wieder bei der toten Sprache. Politikerlatein gesellt sich zu Fischerlatein und Jägerlatein.

Das neuste Ideengeschwür ist wieder einmal ein Besucherzentrum.
Die Vulkanhöhle von Todoque soll saniert werden. Ein gute Sache und ein wichtiger Schritt für den Tourismus, denn die 1949 durch den Vulkanausbruch des San Juan entstandenen Vulkantuben sind ein Magnet für Besucher. Leider setzt auch hier wieder der Größenwahn unserer Politiker ein. Gleich ein komplettes Interpretationszentrum für Besucher mit Busparkplatz und Gastronomie soll entstehen.

Besonders interessant dabei, finanziert ist das Projekt noch nicht, die Aufträge jedoch bereits an eine Baufirma vergeben. Auch ein Werbevideo der „Vision“ schwebt schon durchs weltweite Web.

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Da fällt einem doch direkt ein altes Karnevalslied aus 1949 von Kurt Feltz ein.
Wer soll das bezahlen …Wer hat das bestellt …

 

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Über Graja (2021 Artikel)
Details zu den Autoren im Impressum unter: https://la-palma.info/autoren-impressum/

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