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Ist La Palma reif für die Insel?

Arglos, dumm und ignorant, – deshalb ist La Palma noch nicht bereit für mehr Freiheit.

Handschuhe am Straßenrand

Wie erwartet wurde von Premierminister Pedro Sanchez der neue Alarmzustand bis zum 24. Mai verlängert. Zwar mit heftigem Gegenwind, nur 178 Stimmen konnte er für seinen Plan sammeln. Es gab 75 Gegenstimmen und 97 Enthaltungen. Damit kann die spanische Regierung weiterhin unserer autonomen Region der Kanaren Entscheidungen über die Deeskalationsstufen diktieren. Vielleicht ist das gut so.

Häufig gehen geplante Maßnahmen jedoch kräftig in die Hose. Das liegt nicht nur daran, dass Entscheidungen vom spanischen Festland an Bedürfnissen und Gewohnheiten der Canarios vorbeigehen, unterschiedliche Entwicklungen aktueller Zahlen können einfach nicht gleichgestellt werden.

Der neue Weg einer Entspannung.

Möglichst schnell zurück in lebenswertes Leben. Eigentlich ein einfacher Wunsch der Bevölkerung. Auch unsere Regierung möchte das. Allerdings nicht aus Menschenliebe hier sprechen wirtschaftliche Faktoren für möglichst schnelle Deeskalation. Und um diese Geld sparenden Maßnahmen durchzusetzen, werden eigene Regeln gebrochen, weil Ungeduld Oberhand gewinnt.

Nichts mit Kontrolle der Entwicklung im zwei Wochen Takt. Schneller soll es gehen, Phase 1 der Entspannungspolitik soll bereits diesen Montag beginnen.

Wirtschaftliche Entscheidungen gegen Volksgesundheit sind eigentlich zum Kotzen, aber die Menschen machen Druck und verlangen mehr Freiheit.

Doch sind wir schon reif für weitere Freiheiten?

Aktuell wurden wieder neue Corona Fälle auf den Kanaren verzeichnet, auch auf La Palma gab es weitere positive Tests. Zwar steigt die Zahl geheilter, aber noch sterben Menschen an der ominösen Lungenerkrankung. Man kann also kaum davon ausgehen, dass weitere Freiheiten einer Eindämmung des Virus dienlich sind.

Aktuelle La Palma Zahlen:

Nach einer Woche ohne Neuinfektionen gab es nun in den letzten 3 Tagen wieder 5 neue Fälle und ein weiteres Todesopfer. Insgesamt haben wir von den 95 Erkrankten noch 30 aktive Fälle, von denen 3 im Krankenhaus und 27 in häuslicher Betreuung sind. 57 Patienten wurden als Gesund entlassen.

Damit liegen die Infektionszahlen auf La Palma mit 0,11 etwas über dem Kanarischen Durchschnitt von 0,10%

La Palma ist noch nicht reif.

Hier auf der Insel können die Menschen (noch) nicht mit einer neuen Freiheit umgehen. Wir sind weder in der Lage Sicherheitsrichtlinien umzusetzen, noch Hygieneempfehlungen zu befolgen.

Ob es dabei um Dummheit geht, oder viele einfach nur Dreckschweine sind, möchte ich nicht beurteilen.

Illegale Entsorgung

Inselweit an vielen Straßenrändern zu sehen.

Solange unsere Straßenränder so aussehen, kann man nur davon ausgehen, dass La Palma noch nicht reif für Entspannung ist.

Schweinkram am Straßenrand

Einige faule Zeitgenossen scheinen ziemlich dämlich zu sein.

Zwar hatten wir auf der Isla bonita schon immer einen Hang zur besonderen Mülltrennung, in heutigen Zeiten sollte sich jedoch jeder überlegen, ob sein Handeln nicht direkte Konsequenzen auf die eigene Gesundheit hat.

Bis vor kurzer Zeit hat man sich noch damit gebrüstet Plastikmüll zu vermeiden. Man hat erkannt, dass alles was auf der Insel durch die Gegend flattert, irgendwann im Atlantik und unserer Nahrungskette landet. Thema durch, Hauptsache die verseuchten Handschuhe liegen nicht im Auto rum.

Kein Einzelfall und weit verbreitet.
So lange wir solche Bilder sehen müssen, unbedachte Bewohner sich ohne Mindestabstände, auch mit alten und kranken Menschen treffen, selbst einfache Hygieneregeln nicht verinnerlicht haben, kann La Palma nicht reif für weitere Deeskalationsstufen sein.

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Über Graja (2021 Artikel)
Details zu den Autoren im Impressum unter: https://la-palma.info/autoren-impressum/

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