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Katastrophe vor der Küste

Umweltorganisationen sprechen von einer ökologischen Katastrophe.
Der russische Fischtrawler „Oleg Naydenov“ ist, beladen mit mehr als 1000 Tonnen Schweröl an Bord, nach einem Brand vor der Küste gesunken.

Als das Feuer, vermutlich im Maschinenraum, ausbrach, lag das Schiff im Hafen von Las Palmas. Als klar wurde, dass der Brand nicht gelöscht werden kann, schleppte man das 108 Meter lange Schiff aus dem Hafen und setzte die Löscharbeiten 20 Mailen vor der Küste fort. Als die zum Löschen des Brandes erforderlichen Wassermassen zu viel wurden, bekam das evakuierte Schiff Schlagseite und sank um 22:25 Uhr auf den Meeresgrund.

Foto: SAR Luftaufnahme abc.es

Foto: SAR Luftaufnahme abc.es

Der Megatrawler war auf dem Weg zum Beutezug vor der afrikanischen Küste. Mit seinen Schleppnetzen kann so ein Schiff rund 200 Tonnen Fisch täglich fangen und direkt weiter verarbeiten. Speziell auf russischen Trawlern werden dies Überkapazitäten zu Fischmehl als Tierfutter verarbeitet. Zum Vergleich, rund 50 kleinere Fischer müssten für diese Fangmenge ein Jahr lang unterwegs sein.

Die „Oleg Naydenov“ war illegal unterwegs.
Bereits 2012 wurden nach Auskunft von Greenpeace 29 großen Trawlern, darunter die Oleg Naydenov, alle Lizenzen entzogen. Dennoch fischten die Russen im Senegal weiter, wurden erwischt und durften nach Zahlung einer Strafe von 45.000 Euro weiter Fischen. Auch 2014 gab es Beschwerden von Fischern. Die Gefahr erwischt zu werden ist allerdings für illegale Fischerei nicht besonders groß und so bleiben die Kanaren ein offenes Tor für Fischerboote auf dem Weg zur afrikanischen Grenze.

Ein Schiff mit vielen Tonnen Schweröl an Bord ist auf dem Meeresgrund natürlich nicht unbedenklich. Würden nicht ganz schnell neue Trawler nach kommen, währe man verleitet zu sagen, dass der Untergang für Flora und Fauna des leergefischten Atlantik nicht das Schlechteste war.

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Über Graja (2021 Artikel)
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