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Königlich Akademie der Wissenschaften

Ganz La Palma guckt in die Sterne.
Ganz La Palma – Nein! – Einige schauen auch ins Licht.
Der schönste Sternehimmel über Europa ist ein Anziehungspunkt für Wissenschaftler der Astrophysik und ein Highlight für Touristen. Es werden professionelle Führungen und Fotowettbewerb angeboten. Selbst Lokale geben ihren Speisekarten astronomische Namen mit Sternegerichten die Geschichten erzählen denn auf dem Roque de los Muchachos, dem höchsten Berg der Insel befinden sich einige der wichtigsten Observatorien der Welt.

Bereits 1979 gestattete Spanien in einem Abkommen mit Schweden, England und Dänemark astrophysikalische Forschungen auf La Palma. Heute sind mehrere europäische Länder an der Anlage beteiligt und Wissenschaftler aus aller Welt beobachten mit dem Grantecan (Gran Telescopio Canarias) Sterne und fremde Galaxien.

Vor den Sternen scheint die Sonne.
Im Morgengrauen, wenn sich Sternegucker zur Ruhe betten, beginnt die Arbeit der Königlichen Schwedischen Akademie der Wissenschaften. Sie ist bekannt für Ernennungen der Nobelpreisträger und hat sich als Aufgabe die Förderung von Naturwissenschaften gestellt.

So werden auf La Palma mit dem SST (Swedish Solar Teleskop) ein Fernrohr zur Sonnenbeobachtung, Aktivitäten auf der Sonne erforscht, denn sie ist Grundvoraussetzung für die Entstehung und Entwicklung von Leben auf der Erde.

Da ein Blick mit dem Fernrohr in die Sonne auch für Wissenschaftler wenig ergiebig wäre, benutzt man einen Trick. Schon Galileo Galilei benutzte ein alternatives Verfahren und projektierte das Sonnenbild auf ein hinter dem Okular angebrachtes Papier. Heute ist dieses Papier ein Bildschirm.

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Was für den Laien wie ein defekter Bildschirm um die Ecke kommt, ist für Astrophysiker ein Buch mit Texten.

Das zweitgrößte Linsenfernrohr der Welt ist in einem 30 m hohen Turm eingebaut, lediglich eine 98cm groß Öffnung leitet Sonnenstrahlung ins Innere der Anlage. Dort wird das Sonnenbild 1000-mal pro Sekunde analysiert und an Computerbildschirmen ausgewertet. So werden von der Sonne verursachte Phänomene, wie durch Sonnenexplosionen verursachte Funkstörungen und Strahlungsbilanzen beobachtet.

Auch Sonnenflecken, einige sind so groß, dass man sie mit bloßem Auge sehen kann, sind von Interesse für die Physiker. Sie entstehen durch lokale Störungen im Magnetfeld und strahlen, da sie kühler sind, weniger Licht aus.

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Über Graja (1917 Artikel)
Details zu den Autoren im Impressum unter: https://la-palma.info/autoren-impressum/

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