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Krank auf La Palma – Besser nicht

Das marode Sozialsystem der Insel
Vorsorgeuntersuchungen sind Wichtig, da sind sich Ärzte einig. Männer und Frauen sollten regelmäßig zu Vorsorgeuntersuchungen gehen, nur so ist sichergestellt das Erkrankungen frühzeitig entdeckt und behandelt werden können. So weit die Theorie. Die Praxis sieht auf La Palma, und weiteren kleinen Kanareninseln, jedoch etwas anders aus. Man geht nicht einfach zum Arzt, denn die theoretische, freie Arztwahl gibt es nur für Selbstzahler. Man wendet sich an sein Centro de Salud und vereinbart einen Termin. Das ist das Ärztezentrum der jeweiligen Gemeinde, bei dem man gemeldet ist. Wartezeit ohne Notfall, nicht Selten 2 bis 4 Wochen. Bei der Vorsorgeuntersuchung ist Frau dann allerdings noch nicht, denn Frauenärzte gibt es nicht im Ärztezentrum. Der dort ansässige Allgemeinmediziner meldet die Untersuchung bei einem Frauenarzt im Krankenhaus an. Hinweis: „Der Arzt meldet sich dann wenn er einen Termin frei hat, das kann etwa 6 Monate dauern“. Das höhrt sich Krass an denken sie? Nein es ist medizinischer Alltag auf der Insel. Die Folge, der Insider spielt den Notfall und geht direkt zum Krankenhaus. Dies Überfordert wiederum die Krankenhäuser. Etwa 25.000 Personen sollen auf den Wartelisten für wichtige Operationen stehen, Wartezeit etwa 6 Monate. Das Krankenversicherungssystem der Kanaren liegt am Boden. Ob es in Kriesenzeiten verbessert werden kann ist Fraglich, denn es geht nicht nur um Vorsorge.

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Über Graja (1946 Artikel)
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