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Küss mich, ich bin ein …

Frösche in Pool und Feuchtgebieten.

Wer ländlich wohnt, in einem Casa Rural urlaubt oder einfach einmal unter freiem Himmel übernachtet, kennt das Geräusch. Frösche quaken um die Wette.

Rana – Sound bis Mitternacht.
Erst spät in der Nacht, wenn der Frosch wieder zu seinem Tagesquartier wandert, ebbt der Ruf wieder ab. Besonders aktiv ist er in heißen Sommernächten und an warmen Regentagen. Nur Kälte und starker Wind lassen den Frosch verstummen.

Dies ist allerdings selten, denn eine Winterruhe kennen Frösche auf den Kanaren nicht. Dazu ist es hier in den Wintermonaten zu warm.

 

Frösche auf La Palma.

Einst kamen die Ranas als Blinde Passagiere auf die Inselgruppe, heute kennen wir auf La Palma mit dem „Hyla meridionalis“ und dem „Pelophylax perezi“ zwei Arten. Beide fanden in unseren feuchten Waldgebieten gute Lebensbedingungen.

Mittelmeer Laubfrosch
Der „Rana Meridional“ (Hyla meridionalis) ist mit 27 bis 29 mm ein kleiner iberischer Frosch, der sich besonders in feuchten Barrancos, Sümpfen mit lockerem Bewuchs wohl fühlt. Auch in Gärten mit Gebüsch sind Laubfrösche zu finden.

Obwohl sich der Laubfrosch in Baumkronen besonders sicher fühlt, müssen Laichgewässer wie zum Beispiel Zisternen oder Viehtränken in der Nähe sein. Sie dienen nicht nur der Laichablage. Auch seine Nahrung, wie Käfer, Ameisen, Fliegen und Spinnen findet der Rana am Wasser.

Iberischer Wasserfrosch
Der „Rana Comun“ (Pelophylax perezi) lebt in alter Wasserfrosch-Manier ganzjährig im und am Wasser. Er besiedelt unterschiedlichste Feuchtgebiete, Wasserspeicher, und die Charcos unserer Insel.

Dabei entfernt er sich nur soweit vom Ufer, dass er bei Gefahr mit wenigen Sprüngen das schützende Wasser erreichen kann. Dort findet der nachtaktive Frosch auch Regenwürmer, Spinnen und Süßwasserkrebse, die ihm als Nahrung dienen.

 

Ein Froschleben ist hart.

Eine große Verbreitung der Frösche ist auf La Palma nicht zu erwarten, denn ein Froschleben ist hart. Schon bevor sich ein Ei zur Kaulquappe entwickeln kann, wird ein Teil des Laich von UV-Strahlen ausgetrocknet. Auch Schimmelpilze befallen oftmals den Froschlaich, so dass nur wenige Eier zur Kaulquappe werden.

Wer es zur Kaulquappe schafft, kämpft gegen Fressfeinde wie Käfer oder Wasserwanzen und muss die Sonne fürchten. Bei heißer Witterung können Kaulquappen austrocknen, weil ihre flachen Tümpel und Pfützen verschwinden.

So schaffen es nur wenige zum Jungfrosch, die dann versuchen das Wasser zu verlassen. Damit geht die Lebensgefahr weiter. Wird der Jungfrosch nicht von größeren Artgenossen verschlungen, warten Fressfeinde wie Raben, Reiher oder Eulen.

Auch der Mensch zählt zu den Feinden der Ranas. Nicht nur weil Lebensräume zerstört werden oder der Schenkel schmeckt, es ist die Giftkeule gegen Moskitos, die Fröschen das Leben schwer macht. Pestizide zerstören Nahrung der Kaulquappen und können den Froschlaich töten.

 

Weisheiten der Frösche

Ob Kinderlieder oder Märchen.
Frösche dienen seit Jahrhunderten als besondere Wesen. Mal sind sie böse Kröten, mal ein verwunschener Prinz. Noch heute beschäftigen Frösche die Phantasie der Menschen …wie man in diesem Video sehen kann.

Über Graja (1979 Artikel)
Details zu den Autoren im Impressum unter: http://la-palma.info/autoren-impressum/

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