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Küstenschutzgesetz unter Beschuss

sidlerSinnvoll- oder ein Freibrief für Spekulanten?
Das umstrittene Küstenschutzgesetz aus dem Jahr 1988 soll verhindern, dass spanische Küsten privatisiert und zugebaut werden. Alle Küstenstreifen sind demnach öffentlicher Grund. Gebäude, die in diesen Küstengebieten stehen, sollten nach dem bis vor wenigen Tagen geltenden Gesetz, abgerissen werden. Weit mehr als 20.000 Häuser auf den Kanaren, Balearen und dem spanischen Festland sollten der Abrissbirne zum Opfer fallen. Das Problem dabei, auch Wohnungen, die vor Inkrafttreten des Gesetzes, legal erbaut wurden, waren betroffen.

Auch hier auf La Palma sind mehrere Siedlungen und einzelstehende Häuser betroffen und wurden zum Teil bereits zwangsweise geräumt und abgerissen. Zu früh, wie sich nun herausstellt. Denn jetzt ist die von vielen Hauseigentümern geforderte Reform dieses Gesetzes da. Häuser, die in der Küstenlinie stehen, bekommen eine Gnadenfrist von 75 Jahren.

sidlung

Dies ist zwar ebenfalls eine Enteignung, allerdings eine sehr langwierige. Familien müssen dadurch nicht um ihr Dach über dem Kopf bangen und in fast einem Jahrhundert, schlagen noch viele Wellen an die Küste. Neubauten lässt das nun reformierte Küstenschutzgesetz nicht zu. Dennoch ist die Reform des Küstenschutzgesetzes ein Dorn im Auge der Umweltschützer. Sie befürchten weiteren Raubbau an den Küsten des Landes, wenn das Schutzgesetz erst einmal aufgeweicht ist.

Was Glück für die noch nicht betroffenen Hausbesitzer ist, bedeutet ein Horror für Eigentümer bereits abgerissener Wohnungen. In dieser Sache wird es auch in kommenden Jahren noch viele Diskussionen geben.

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Über Graja (2021 Artikel)
Details zu den Autoren im Impressum unter: https://la-palma.info/autoren-impressum/

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