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La Palma am Abgrund

Eine besondere Insel im Atlantik. Makaroniesien umfasst mit den Azoren, Madeira, den Kapverden, Ilhas Selvagens und den Kanaren fünf Inselgruppen. Sie alle werden als lohnendes Ziel für entspannten Urlaub vermarktet. Welche Insel passt zu Ihnen?

Eine besondere Insel im Atlantik.

Makaroniesien (grichisch: gesegnete, glückliche Inseln) umfasst mit den Azoren, Madeira, den Kapverden, Ilhas Selvagens und den Kanaren fünf Inselgruppen. Sie alle werden als lohnendes Ziel für entspannten Urlaub vermarktet.

Für Seefahrer sind sie ein Flaschenhals, den sie passieren müssen, um Europa zu entfliehen. Segler treten von hier ihre sehnsuchtsvollen Reisen in die neue Welt an.

Letzter Halt vor der US Ostküste: La Palma.

Lediglich Schiffe mit gefährlicher Fracht haben hier ein Problem, denn unsere Gewässer zählen zu schutzbedürftigen Meeresgebieten der IMO. Sie müssen deshalb auf der langen Reise nach Amerika oder Afrika einen Mindestabstand von 12 Seemeilen einhalten.

 

Fluchtpunkt für Erholung und Sonne tanken.

Für Millionen von Nordeuropäern sind die Inseln des ewigen Frühlings, ganz vorne mit dabei die Kanaren, ein Fluchtpunkt aus dem Arbeitsalltag. So wandelte sich in den letzten 60 Jahren die Wirtschaft von Fischerei und Landwirtschaft zu Tourismus als Haupteinnahmequelle.

Das klingt nach Massentourismus.
Für einige Inseln ist dies auch zutreffend. Andere, vor allem die kleineren wir El Hierro, La Palma oder La Gomera haben sich jedoch einem ursprünglichen kanarischen Lebensstils verschrieben.

 

 

13 Inseln am Abgrund.

Mit den sieben Hauptinseln, die sich in zwei Verwaltungsbezirke, Provinz Teneriffa (La Palma, El Hierro und La Gomera), und der Provinz Gran Canaria (Fuerteventura, Lanzarote) teilen, zählen die Kanaren mit ihren 6 Nebeninseln (La Grarciosa, Roque del Este, Lobos, Alegranza, Roque del Oeste oder Montana Clara) zu den beliebtesten Urlaubszielen am Ende Europas.

Sie alle befinden sich auf Vulkanischen Erhebungen am Rande des auf 6.500 Meter tief abfallenden, östlichen Ende des Atlantischen Ozean. Am äußersten Rand dieses kanarischen Beckens steht La Palma auf einem Sockel aus Vulkangestein.

Doch welche Insel ist die Richtige für Ihren Urlaub?

Die Isla bonita, eigentlich nennt sich unsere Insel (historisch) San Miguel de La Plama. Beinahmen wie „Isla bonita“ (die schöne), Isla tranquila (die ruhige) oder Isla verde (die grüne) haben sich im Laufe der Zeit im touristischen Volksmund entwickelt, weil ganz allgemein „La Palma“ als schönste Insel der Kanaren bezeichnet wird. Die Unesco geht sogar so weit, La Palma neben Bora Bora und Jamica, als eine der schönsten Inseln der Welt zu bezeichnen.

Schönheit liegt im Auge des Betrachters.
Lavaflecken und Sandhaufen mitten im Atlantik.
Mal schwarz, mal weiß, Strände finden wir auf jeder Insel. Auch Berge von flach bis hoch glänzen im sommerlichen Abendrot der Kanaren. Dennoch ist die Inselgruppe so unterschiedlich, dass jeder seinen Favoriten findet.

Betrachten wir die 7 Inseln einmal unabhängig von persönlichen Vorlieben. Die sechs Nebeninseln können wir dabei vernachlässigen, sie spielen nur eine untergeordnete Rolle.

 

Gran Canaria

Im Süden der Insel tolle Strände, pulsierendes Leben, Massentourismus. Die gegenüberliegende Seite glänzt mit Las Palmas. Studenten Stadt mit Altstadt flär, Sporthafen und Gewerbehafen. Im Inneren der Insel finden Wanderer und Biker den Pico de las Nieves, Weinliebhaber treffen sich im Naturpark Bandame. Kanarischer Architektur, idyllische Orten und herrliche Natur sind ebenfalls zu finden.

 

Lanzarote

Sonnenhungrige treffen sich an dem hellen Sandstrand der Playa de Papagayo, Abenteurer zieht es in den Norden der Insel. Dort finden Sie mit der Lavahöhle Cueva de los Verdes ein beeindruckendes Tunnelsystem, welches während eines Ausbruchs des Volcan de la Corona entstand. Sehr beliebt sind auch die Feuerberge im Timanfaya Nationalpark. Zu den Highlights auf Lanzarote gehören sicherlich auch die faszinierenden Werke des Cesar Manrique. Dieser Maler, Architekt und Bildhauer hat das Bild der Insel nachhaltig geprägt.

 

Fuerteventura

Die etwas andere Insel des Archipels, Wind und Welle machen Fuerteventura zum Paradies für Surfer und Wellenreiter. Die älteste Insel der Kanaren lebt von Sand. Mit den Dünen von Coralejo und weitläufigem Strand bei Jandia, besticht Fuerteventura mit den wohl schönsten Stränden Europas. Wer Massentourismus sucht, ist hier richtig.

Etwas einsamer geht es am Strand von Cofete an der Villa Winter zu. Er ist etwas schwerer zu erreichen. Schon deshalb lohnt sich ein Besuch. Touristenattraktion sind allgegenwärtige Atlashörnchen. Sie wurden 1965 aus Nordafrika eingeschleppt und belustigen heute Strandbesucher und Wanderer.

 

Teneriffa

Auch hier herrscht Massentourismus. Selbst an von jeder Zivilisation abgelegenen Orten wie einem kleinen 100 Seelendorf in der Masca Schlucht tummeln sich Besucher. Dies ist kein Wunder, denn die größte Insel der Kanaren hat viel Abwechslung zu bieten. Der Echeyde, so nannten die Ureinwohner den Teide, ist als höchster Berg Spaniens ein Wanderparadies. Dort findet man auch den seltenen Natternkopf.

Eine Superlative sind auch die Los Alcantilados de Los Gigantes. Sie sollen mit 500 Meter die zweithöchsten Klippen in Europa sein. Mystisch geht es in Güimar zu. Hier stehen Pyramieden aus Lavasteinen, deren Zweck bis heute nicht geklärt ist. Wasserratten finden im Siam Park Rutschattraktionen im thailändischen Stil, Liebhaber von Tierparks sollten einen Besuch im Loro Parque, es soll der schönsten Zoo Europas sein, nicht verpassen.

 

La Gomera

Urlaub in der Natur. Einige bezeichnen La Gomera als Miniaturausgabe der Insel La Palma. Tatsächlich gibt es viele Gemeinsamkeiten. Dennoch überwiegen die Unterschiede.

Der fruchtbarste Teil der zweitkleinsten Insel liegt mit Vallehermoso im Nordwesten, wo Kartoffeläcker, Weinberge und Bananenplantagen das Landschaftsbild prägen. Beliebtes Reiseziel ist das Tal Valle Gran Rey im Westen der Insel. Vor dort starten viele Besucher ihre Ausflüge und Wanderungen in traditionsreiche Dörfer wie Hermigua oder Agula. Naturliebhaber wandern durch den grünen Nebelwald im Nationalpark Garajonay, oder bestaunen das imposante felsmassiv Los Organos mit seinen einzigartigen Basaltsäulen.

 

El Hierro

Mit einer Fläche von 268 Quadratkilometern ist El Hierro die kleinste Insel der Kanaren. Im 19. Jahrhundert nutzte man sie in Madrid als Verbannungsinsel. Unbequeme Politiker und Militärs wurden auf diesem Eiland ausgesetzt.

Heute gehen Touristen dort freiwillig hin, um in dem kleinen Kurort Pozo de la Salud Erholung zu finden, oder vom Glockenturm La Frontera eine tolle Aussicht in das Tal El Golfo zu genießen. Besonders sehenswert ist der Leuchtturm Faro de Orchilla, die Kirche Iglesia de la Concepción in Valverde oder das kleinste Hotel der Welt in dem Küstenort Las Puntas.

 

La Palma

Die Isla bonita zum Schluß – aber nicht am Ende.
Als weithin schönste Insel der Kanaren, wird La Palma bezeichnet. Sie ist, mit einer Fläche von nur 708 Quadratkilometern die nordwestlichste Kanareninsel und beliebtes Reiseziel vieler Deutschen, weil sie Ruhe und Gelassenheit ausstrahlt. Ein Mikrokosmos mitten im Atlantik.

Jede Inselseite hat ein anderes Gesicht und Liebhaber teilen die Insel gerne in Wetterzonen von Ost und West. Echte Grabenkämpfe mit Teils seltsamen Argumentationen werden da geführt.

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Aber Egal wo sie sich befinden, es bleibt beschaulich. Hier urlauben Naturliebhaber, aktive Menschen und Erlebnishungrige, die keinen Massentourismus mögen, keine Nachtclubs oder Diskotheken zur Erholung brauchen.

Die beliebtesten Ausflugsziele für Wanderer sind die Caldera de Taburiente, der Roque de los Muchachos, Bosque de los Tilos und der Volcan Teneguia. Sehenswürdigkeiten wie die Calle O’Daly in der Hauptstadt, Sternwarten, oder Musen sind so vielfältig, dass eine Woche Urlaub nicht reicht um die kleine Insel kennen zu lernen.

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Ausflüge

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Über Graja (1843 Artikel)
Details zu den Autoren im Impressum unter: https://la-palma.info/autoren-impressum/

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