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La Palma Vulkan bleibt Aktiv

+++ Nachtrag 2.3.18 +++
Neues Beben unter Tazacorte.
Am ersten März um 8 Uhr 31 bebte erneut die Erde unter La Palma. Das mit 2.2 auf der Richterskala gemessene Beben kam aus einer Tiefe von 22 Kilometer unter Tazacorte.

Die letzten Beben hatten sich nach Teneriffa verlagert. Zwar gab es am 24. Februar noch ein starkes Beben mit der Stärke 4,1. Dieses war allerdings 100 km vor der Nordküste und damit wenig relevant. Bleibt zu hoffen, dass damit nicht wieder eine neue Serie an Erdbeben folgt.

 

+++ Nachtrag 20. Februar 2018 +++
Vulkanausbruch kommt.
Das auf La Palma wieder ein Vulkan ausbrechen wird, darüber scheinen sich Spezialisten einig. Wann dies passieren wird, kann allerdings niemand verlässlich sagen. Die Direktoren der zuständigen INVOLCAN (Instituto Volcanológico de Canarias) und IGN (Instituto Geografico Nacional) warnen jedenfalls vor Panikmache und ziehen Statistiken mit Wahrscheinlichkeitsrechnungen heran.

Die Gefahr auf eine Eruption, so heute ein Bericht der El Time, liege innerhalb eines Jahres bei nur 1,26%. Nimmt man die kommenden 50 Jahre, steigt die Gefahr auf 48,10%. In 100 Jahren haben wir laut dieser Statistik zu 72% einen Vulkanausbruch.

Unklar ist, ob das irgendjemand glaubt.
Denn übersetzt man diese Statistiken ins Deutsche, hört sich das in etwa an wie guarawi wiluk amalaki.

Eine Gefahr besteht auf La Palma zurzeit sicherlich nicht. Vulkane haben aber schon immer bewiesen, dass sie sich durch Statistiken oder wissenschaftlicher Meinungen, nicht beeinflussen lassen. Klar ist eigentlich nur, dass Irgendwann ein Vulkanausbruch auf La Palma kommen wird. Wann, – …?

Zur Zeit haben sich die Beben wieder nach Teneriffa verlagert. Dort gab es heute zwei Beben der Stärke 1,7 und 2,5 vor der Ostküste.

 

+++ Nachtrag 19.2.18 +++
Ruhe unter der Cumbre.
Seismische Aktivitäten unter La Palma scheinen sich im Augenblick beruhigt zu haben. In den letzten Tagen gab es lediglich einige leichte Beben vor der Küste unserer Nachbarinsel Teneriffa.

 

+++ Nachtrag 18.2.18 +++
Zwei Tage Ruhe entspannt die Lage.
Am Freitag und Samstag gab es keinerlei Bewegung unter der Insel. Wie lange das so bleibt werden wir sehen.

Hier noch ein Video der IGN mit allen Beben 2017.
An dieser Stelle sollte man noch einmal Betonen, dass alle Erdstöße seit Herbst 2017 bis Heute, so schwach waren, dass wir Menschen sie nicht spüren konnten. Wissenschaftler sind sich einig, dass zu keiner Zeit eine Gefahr für die Bevölkerung bestand.

 

+++ Nachtrag 17.2.18 +++

Schutzmaßnahmen bei Erdbeben.

Das die Erde zittert, kommt überall auf dieser Welt vor. Besonders in Vulkanischen Gebieten wie den Kanaren, sollte man darauf vorbereitet sein. Selbst wenn die meisten Beben von geringer Stärke und nicht spürbar sind, kann es plötzlich zu kräftigen Erdbeben kommen. Auch auf La Palma gab es von 1903 bis 1949 mehrere Erdbeben mit stärken zwischen 5 und 8 auf der Richterskala. Solche Beben sind im Gegensatz zu den momentanen Aktivitäten recht gefährlich.

Deshalb gibt das IGN Empfehlungen zur Vorsorge und Verhaltensregeln für den Ernstfall.

Notfall Ausrüstung und Vorbereitung:
Verbandskasten, Feuerlöscher, Taschenlampe, Radio mit Ersatzbatterien und eine Trillerpfeife gehören, wie auch Trinkwasser und haltbare Lebensmittel in eine Notfallausrüstung. So die Empfehlungen der IGN.

Darüber hinaus, kann man Risiken mit einfachen Mitteln minimieren. Möbel und Regale sollten fest an der Wand verschraubt sein. Gleiches gilt für Bilder, Spiegel u.s.w. Auch die Absperrhähne für Gas, Wasser oder Strom sollten bekannt sein. Wenn dann noch schwere Gegenstände unten im Regal stehen, ist Ihre Wohnung gut abgesichert.

Merkblatt zum Verhalten bei Erdbeben.

Auch zum Verhalten nach einem Erdbeben gibt das ING Ratschläge.
Eine Übersicht aller Empfehlungen bei Erdbeben gibt es hier zum Download.

Da Beben vor der Küste auch einen Zunami auslösen könnten, wurde auch ein Merkblatt zum Verhalten bei Zunami online gestellt.

 

+++ Nachtrag 16.2.2018 +++
Ergebnis des Pevolca KomiteesNur die Spitze des Eisberg.
Was wir auf der Seite des IGN ( Nationales Geografisches Institut) sehen können, ist nur die Spitze des Eisbergs, weil Beben erst ab einer Stärke von 1,5 angezeigt werden.

Tatsächlich konnten die Messgeräte unter und um La Palma, seit dem 10 Februar 928 seismische Bewegungen aufzeichnen.

Alles kleinere Erdbeben aus großen Tiefen von durchschnittlich 30 Kilometer. Menschen konnten das nicht Wahrnehmen, wohl aber die feinen Messgeräte der Wissenschaftler. Und diese haben sich heute zur Bewertung und Überwachung von Vulkanausbrüchen getroffen.

Das Ergebnis des Pevolca Komitees wurde der Presse mitgeteilt.

Der Einbruch einer Magmakammer in 30 Kilometer Tiefe soll die Ursache für den seismischen Aufprall unter der Insel sein.

Diese magmatischen Einbrüche sind auf aktiven Vulkaninseln (fast) Normal und müssen nicht zu einem Vulkanausbruch führen. Bedenken bestehen (offiziell) nicht, weil es keine Verformungen an der Oberfläche gab.

 

La Palma Karte mit seismischen Aktivitäten

Hier zeigt die Karte der Grafcan Vulkanische und Seismisch aktive Gebiete der Insel.

Wir leben auf einer Vulkaninsel.
La Palma ist durch Vulkanausbrüche entstanden und hat bei einem Ausbruch des Volcan Teneguia 1971, noch einmal eine Landfläche von etwa 29 Hektar an der Südküste geschaffen.

Eine Entwicklung, die im Archipel noch lange nicht abgeschlossen ist.

 

+++ Nachtrag 16.2.2018 +++
Experten Treffen sich.
Die kanarische Regierung ruft Vulkanexperten zusammen, die am heutigen Freitag zur Sicherheitslage und weitere Überwachungsmaßnahmen seismischer Bewegungen beraten. Nach bisherigen Erkenntnissen aus der GPS-Überwachung der IGN, gab es auf dem Gelände der Cumbre Vieja keine signifikanten Bodenverformungen. Also weiter alles im grünen Bereich.

 

+++ Nachtrag 15.2.18 +++
Etwas ruhiger unter der Insel.
Gegen den vielen Beben gestern, ist heute mit nur 10 Erdstößen, die mit maximal 2,1 auf der Richterskala auch schwächer waren, etwas Ruhe eingekehrt. Ob es die Ruhe vor dem sprichwörtlichen Sturm, oder ein Abklingen der seismischen Aktivitäten ist, werden die kommenden Tage zeigen.

Auch die PEVOLKA, verantwortlich für die Vulkanischen Notfallpläne der Kanaren, hat die Risikoampel weiter auf Grün. Also keine Gefahr oder erhöhtes Risiko. Weder für La Palma, noch eine der anderen Inseln des Archipels.


Vulkan mit Schluckauf Teil II.

Seismische Aktivitäten und Vulkangeschichten scheinen auch in nächster Zeit ein Thema zu bleiben, den La Palma ist eine aktive Vulkaninsel. Dies hat uns die Cumbre Vieja mit einem Bebenschwarm von mehr als 340 Erdbeben im Oktober des letzten Jahres vor Augen geführt.

Nach einer recht kurzen Pause, geht es nun mit vielen Erschütterungen weiter. Alleine in den letzten Tagen waren mehr als 80 Beben unter der Insel.

Wie bisher werden wir in kurzen Abständen über dieses Thema berichten. Um Sie nicht mit endlosen Ladezeiten zu belästigen, werden wir aktuelles rund um unsere Vulkane nun hier in Teil II veröffentlichen.

Die bisherige Chronologie der Geschehnisse mit Hintergrundinformationen finden sie hier in Teil I – Vulkan mit Schluckauf.

Vulkan mit Schluckauf

Über Graja (1980 Artikel)
Details zu den Autoren im Impressum unter: http://la-palma.info/autoren-impressum/

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