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Monumente der Caldera de Taburiente

Die Caldera ist ein Senkkrater

Obwohl man die Caldera de Taburiente selbst als Monument sehen kann, enthält das Gebiet zwei ganz besondere Orte mit besonderer Geschichte. Den „Roque de Idafe“ und die „Cascadas de Colores“.

Die Caldera de Taburiente.

Sie könnte mit Ihren Ausmaßen von 28 Kilometer und einer Höhe von 2.426 Metern mit den größten Calderas der Welt mithalten. Auch der Yellowstone misst mit 2.805 nur wenig mehr, – währe die Caldera de Taburiente eine Caldera.

Geologisch gesehen ist unsere Caldera keine Caldera, sondern vielmehr der größte Senkkrater der Welt.

Geologen beschreiben, dass der Ursprüngliche Garafia – Vulkan es von 4000 Meter Wassertiefe bis auf 2500 Meter Höhe über den Wasserspiegel schaffte. Rund zwei Millionen Jahre ist das her. Vor einer Million Jahren kam dann der Taburiente – Vulkan hinzu, überlagerte den ursprünglichen Ausbruch und erreichte eine Höhe von 3.000 Metern.

Dann stürzte das Gebilde ein und bildete den „Senkkrater“ Caldera de Taburiente. Zu welcher Zeit dies geschah ist offen. Spekulationen sprechen davon, dass dies vor 125.000 bis 500.000 Jahren passierte. Geformt wurde dabei auch die Cumbre Nueva.

Der Kessel dieser „Erosions – Caldera“ diente den Ureinwohnern „Beneahoaritas vom Stamm der Acero als letzter Zufluchtsort, als die spanische Krone La Palma eroberte.
Aus dieser Zeit erzählen die zwei folgenden Geschichten.

 

Roque de Idafe in der Caldera de Taburiente

Der Roque de Idafe.

Mitten in der Caldera, liegt zwischen zwei Schluchten ein 1994 zum Naturdenkmal erklärter Bergkamm, mit einer Basalt – Felsnadel, die sich Hundert Meter in den Himmel streckt. Gut zu sehen ist dieses Wahrzeichen der Ureinwohner vom Ausgang des Barranco de las Angustias.

Kultstätte und Stütze des Himmels.

Die Benahoaritas glauben an einen Gott im Himmel, vielleicht waren es auch mehrere dieser Götter. Diese bestimmten über Schicksale, Unfälle und unerklärliche Phänomene. Ihr Territorium lag hoch oben in den Wolken, gestützt von einem Felsen. Dem Roque de Idafe.

Diese „Axi Mundi“ war die Säule, die den Himmel stützte und böse Wesen fernhielt. Im Glauben der Ureinwohner war die Angst groß. Sie befürchteten, dass der Fels umstürzen könnte, der Himmel keinen Halt mehr hat und das Böse zu Ihnen kommt. Nur Opfergaben konnten dies verhindern.

Opfergaben der Benahoariter.

Die Benahoariter versammelten sich am Fuße des Berges und übergaben Ihrem Gott kleine Tonfiguren und Eingeweide von Tieren, die sie als Opfergaben gejagt hatten. Während des Opfers sollen Sie gesungen haben.
„Iguida – Iguan Idafe“
(Stehst du noch Idafe, sagst du wann du fallen wirst?)
Darauf sang ein anderer,
„Que guerte iguan taro“
(Gib ihm was du bringst und er wird nicht fallen)

Der Geschichtsforscher „Abreu Galindo“ ist der Meinung, dass der Name „Idafe“ nicht dem Monolithen, sondern der Gottheit galt.

Egal, nun sind viele Jahre vergangen und der Erhalter des Himmels ist noch immer nicht gefallen.

 

Bunter Wasserfall in der Caldera de Taburiente

Cascade de Colores,

Eines der beliebtesten Ziele unserer Wandervögel ist der bunte Wasserfall „cascade de colores“. „Leonardo Torriani“ beschrieb den Ort wo sich zwei Wasserreiche Schluchten des Taburiente und Almendro Arargo treffen so:

Más allá de todos nuestros mares,
en las célebres islas de la Fortuna,
hay dos fuentes; quien bebe de una, se muere de risa;
quien de la otra, se salva.

Jenseits aller Meere,
in den berühmten Inseln von La Fortuna gibt zwei Quellen;
wer von einem trinkt, der stirbt vor Lachen, wer von der anderen ist gerettet.

Spektakuläre Ansicht.

Tatsächlich ist der Cascada de Colores im Herzen der Caldera de Taburiente bei entsprechendem Lichteinfall besonders eindrucksvoll und die Wässer der beiden Zusammenflüsse des Rio Taburiente und Rio Almendro Armago von absolut unterschiedlicher Substanz.

Das klare Wasser des Rio Armago mischt sich hier mit dem durch Eisenerze eingefärbte Wasser des Taburiente Fluss. Diese Erze verfärben sich in der Luft durch Sauerstoff von Gelb bis Rot und lagern sich an der sechs Meter hohen Wand des Wasserfalls ab.

Heilbad der Guanchen.

Es ist überliefert, dass am Fuße des Roque de Idafe eine Heilbringende Quell mit einem bunten Wasserfall liegt. Dieses mineralhaltige, heilige Wasser nutzten die Ureinwohner sozusagen als Heilbad.

Allerdings war dieser Wasserfall den Königen mit einem kleinen Kreis Vertrauter vorbehalten.

Koordinaten kannte man Damals nicht. Wissenschaftliche Aufzeichnungen können daher nicht belegen, ob es sich bei dem heiligen Wasserfall um den bekannten „cascada de colores“ handelt, denn neben diesem bekannten Touristenziel, das in den 60 Jahren künstlich vergrößert wurde, um Wasser zu speichern, gibt es noch zwei weitere, etwas schwer zugängliche Wasserfälle in der Nähe.

Baden in besonderem Wasser.

Der bekannteste Wanderweg dorthin führt Sie durch das Barranco de Las Angustias, der Schlucht der Todesängste. Hier lehrten schon die Ureinwohner den Spanischen Invasoren das Fürchten.

Ein anstrengender Wanderweg, der mit faszinierendem Panorama und einem erfrischenden Bad an der Cascada de Colores enden kann – wenn denn keine Dürreperiode herrscht.

Das frische und stark Eisenhaltige Quellwasser ist Trinkbar. Bedenken Sie aber, dass es ungefiltert dennoch nicht empfehlenswert ist. – Aber wer weiß schon was die Guanchen wussten.

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Über Graja (1946 Artikel)
Details zu den Autoren im Impressum unter: https://la-palma.info/autoren-impressum/

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