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Nachtleben eingeschränkt

Nachtleben im Hafen

Sommer ohne Terrasse in der Hauptstadt.

Schulferien, Sommerurlaub, Studentenpause, junge Leute wollen Feiern. Gibt es dazu keine Gelegenheit, organisiert man halt botellones. Bei diesen unkontrollierten Fiestas packt man Getränke zusammen, meist Alkohol im Kofferraum eines Autos, trifft sich an irgendeinem Platz, dreht die Musik auf und legt los.

Allerdings sind diese Gelage nicht gerne gesehen, auf öffentlichen Plätzen auch verboten. Davon lässt sich das Jungvolk aber ohne Alternative nicht abhalten.

Das weiß man und schuf alternative Sommerterrassen.
Dort konnte bis spät in die Nacht getanzt gefeiert aber auch getrunken werden. Unter Aufsicht der Veranstalter, was eine gewisse Kontrolle brachte. Früher war das die Terrasse des Fußballklub CD Mensachero, hat sich aber in den letzten Jahren immer mehr in den Hauptstadthafen verlagert.

Man feierte am liebsten im Sporthafen „Marina La Palma“ auf der Sommerterrasse mit dem Namen „Aguaviva“. Dort ging es laut und ausgelassen zu. Die Örtlichkeit schien Ideal, war etwas Abseits und dennoch zentral gelegen. Junge Leute mussten nicht fahren und konnten laue Sommernächte mit Musik verbringen.
Terrasse in der Marina La Palma Es gibt nicht viele solcher Einrichtungen wodurch die „Aguaviva“ kontinuierlich an Bedeutung gewann. Auch Weihnachtsfeiern, Schachturniere oder Firmenfeste wurden dort veranstaltet.

Nun wir die Sommerterrasse geschlossen.

Die Hafenbehörde, Eigentümer der Örtlichkeiten möchte diese Fiestas nicht mehr haben und wünscht keine weiteren Fiestas auf ihrem Gelände.
Eine offizielle Begründung wurde nicht veröffentlicht.

Es liegt jedoch die Vermutung nahe, dass es zu viele Beschwerden der Anwohner gab. Laute Musik und feiernde Menschen sind halt nicht jedermanns Sache und so häuften sich im letzten Sommer Kritiken an der Sommerterrasse.

Noch keine alternative Sommerfreizeit.

Man ist sich bewusst, dass man jungen Leuten Raum bieten muss.
Doch im Rathaus scheint man Ratlos. Eine alternative Örtlichkeit für Sommerterrassen scheint es im Augenblick nicht zu geben.

Diese ist jedoch zwingend erforderlich, wenn man vermeiden möchte, dass sich illegale botellones wieder weiterverbreiten.

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Über Graja (1878 Artikel)
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