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Neue Angst vor Tsunami in New York

Wissen Amis mehr als Palmeros?
Die US-Notenbank verlegt ihre Mitarbeiter von New York nach Chicago. Offizielle Begründung ist, laut einem Bericht der DWN (Deutsche Wirtschaft Nachrichten), die Angst vor einem Tsunami. Der Umzug soll eine Präventivmaßnahme gegen mögliche Naturkatastrophen sein, weil ein Tsunami das Potenzial hätte die gesamte Abteilung zum Erliegen zu bringen. Den Hauptsitz der Marktabteilung nach Chicago zu verlegen, wäre eine reine Vorsichtsmaßnahme der US-Notenbank Federal Reserve.

Da lässt sich doch vortrefflich über Hintergründe spekulieren.
freiHaben die New Yorker etwa neue Erkenntnisse zur Einsturzhypothese der Geowissenschaftler Ward & Day? Diese beiden setzten die Schreckensmeldungen in die Welt, dass bei einem Abbruch der Westflanke von La Palma ein Mega-Tsunami über den Atlantik zur Ostküste der USA rollt und New York vernichtet. Das wurde zwar schon 2006 durch Wissenschaftler der Universität Delft in Holland widerlegt, blieb aber in der Weltpresse weitgehend unbeachtet. Passt halt nicht zu einer dicken Schlagzeile.

Das ergreifende Filmprojekt „2012“ von Roland Emmerich trifft da schon besser. In ergreifenden Bildern sahen die Amerikaner was passiert, wenn ein Tsunami auf New York trifft. So etwas bleibt länger im Kopf als wissenschaftliche Untersuchungen. Es gibt ja eine wachsende Zahl an Menschen, die zwischen Realität und Film immer weniger unterscheiden können. Unterstützt wird die Angst vor einem Tsunami aber auch durch tatsächliche Vorfälle. Als Hurrikan Sandy auf die Ostküste traf, überschwemmten vier Meter hohe Wellen den Stadtteil Manhattan. Menschen ertranken in der Flutwelle dort, wo sich der Hauptsitz der Fed befindet.

An der Ostküste weis man natürlich nicht mehr als auf der Isla bonita, man hat auch keine neuen Informationen, aber Amerikaner lieben Verschwörungstheorien. So ist es nicht weiter verwunderlich, dass bereits Stimmen laut wurden, die behaupten, dass die Angst vor einem Mega Tsunami nur vorgeschoben sei. In Wahrheit möchte sich die US-Regierung auf Unruhen in der eigenen Bevölkerung vorbereiten.

Die Angst der Amis beruht auf einer tatsächlichen Gefahr. Doch sollte New York in einer Flutwelle versinken, wird La Palma kaum eine Schuld treffen. Der Riss in der Südwestflanke der Cumbre Vieja, der sich beim Ausbruch des San Juan bildete, ist stabil und wird nicht zum Abrutschen der Westflanke führen, – sagen die Delfter Wissenschaftler. Eine schöne Geschichte bleibt es dennoch.

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Über Graja (1917 Artikel)
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