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Notfallplan aktiviert

Vorbereitung auf Notfälle

Letzter Nachtrag am 14. März. 

Ausgangssperre erinnert an Kriegszeiten.
Die spanische Regierung hat ab Montag eine Ausgangssperre für das gesamte Staatsgebiet verhängt. Diese Maßnahme zur Eindämmung des Coronavirus soll 15 Tage andauern.

Erlaubt sind nur noch Fahrten zwischen Wohnung und Arbeitsplatz und Bewegungen zur Beschaffung von Lebensmittel oder Medikamente. Davon ausgenommen sind Pflegeberufe. Guardia Civil und Polizia Local sollen die Umsetzung der Hausarreste durchsetzen und überwachen.

Generell gilt diese Ausgangssperre auch für die Kanaren. Hier kann der Kanarische Präsident zwar noch eine andere Entscheidung treffen, ob er dieses Recht wahrnimmt, ist jedoch fraglich. Eine offizielle Stellungnahme wurde im Gobierno de Canarias zurzeit noch nicht veröffentlicht.

Weitere News gibt es morgen.

 


Nachtrag 14.03.20 / 12:00 Uhr

Das Gesundheitsministerium bestätigt an diesem Samstag 82 aktive Fälle von Coronavirus COVID-19 im kanarischen Archipel. Von den bisherigen 90 Fällen sind 7 Gesund und ein Todesopfer zu beklagen.

Ein weiterer Fall wurde auf La Palma bestätigt, so dass nun insgesamt 3 Personen erkrankt sind.
Stand 12.00 Uhr.

 


Nachtrag 14.3. 9:30 Uhr
Aktuelle Zahlen von heute morgen:
Bisher ist es bei insgesamt 63 Fällen auf den Kanaren geblieben. Zwei davon auf La Palma. Weltweit ist jedoch mit 145.374 erkrankten Personen eine Steigerung zu sehen.

80.973 China
17.660 Italy
11.364 Iran
8.086 Korea, South
5.232 Spain
3.675 Germany
3.667 France
2.174 US
1.139 Switzerland
996 Norway
814 Sweden
804 Netherlands
804 Denmark
801 United Kingdom
725 Japan
Quelle: Johns Hopkins University 14.3.2020 9:33 Uhr


Aktuelle Daten: Nachtrag am 13.3. 16.30 Uhr:
Situation zur Zeit laut Gobierno de Canarias.
Aktuelle Fälle auf den Kanaren:
Teneriffa 45
Gran Canaria 13
La Palma 2
Lanzarote 2
Fuerteventura 1

Spanien hat den Alarmzustand erklärt. Dies könnte bedeuten, dass nach dem Ankerverbot für Kreuzfahrtschiffe auch Flughäfen betroffen werden, zumindest jedoch Einreisekontrollen stattfinden.

Auf La Palma sind zwar öffentliche Einrichtungen weitgehend geschlossen, das restliche Leben geht jedoch seinen gewohnten Gang. Man versucht im Augenblick durch drastische Maßnahmen, die 15 Tage anhalten sollen, eine weitere Verbreitung der Krankheitserreger zu verhindern.

Aktuelles Bild 16:30 Uhr. Mercadona ausverkauft. Wer Fleisch möchte muss selbst jagen.

 


 

Bereits gestern, am Mittwoch, dem 11.3. gab das Gesundheitsamt auf La Palma bekannt, dass der Notfallplan für eventuelle Covid-19 Fälle aktiviert wurde, obwohl es noch keinen Infizierten auf der Insel gibt.

Was sich auf den ersten Blick dramatisch anhört, ist allerdings nichts weiter, als das Befolgen eines festen Protokolls, welches bestimmte Vorgehen in Notfällen regelt.

Man möchte halt vorbereitet sein und hat im allgemeinen Inselkrankenhaus Isolationszonen geschaffen und Personal geschult.

Mit Recht, denn ab Heute gibt es auch zwei Fälle auf La Palma.

Das Protokoll für Maßnahmen gegen mögliche Fälle von Coronavieren sieht auch vor, dass man bei Auftreten von Symptomen nicht zu Gesundheitszentren oder der Notaufnahme gehen soll. Es wird empfohlen die Notrufnummer 112 zu wählen. Dort wird man mit einem Arzt verbunden, der die Situation beurteilen kann und weitere Anweisungen gibt.

Wie wichtig es ist, auch auf unserer Insel vorbereitet zu sein, zeigen die aktuellen Zahlen von bisher nur 46 Fällen auf den Kanaren. Im Vergleich zum spanischen Festland oder Deutschland ist diese Zahl zwar nicht Besorgniserregend, Vorbeugen scheint jedoch Sinn zu machen.

Nachtrag 13.3.  vor 12 Stunden hat das Gesundheitsministerium die Notrufnummer für Corona Fälle auf 900112061 geändert.

 

Kampfansage.

Neuste Zahlen zeigen die weltweite Gefahr des Coronavirus. Nun wird auf den Kanaren gehandelt und Infektionen der Kampf angesagt. Dazu wurden nach dem Flugverbot für Airlines von und nach Italien weitere Maßnahmen ergriffen, um die kanarische Bevölkerung zu schützen.

Die Kanarische Regierung hat ein Paket mit außerordentlicher Maßnahmen geschnürt. Alle kulturellen, sozialen und sportlichen Veranstaltungen wurden ausgesetzt, Besuch in Krankenhäusern und Altersheimen auf das Notwendige eingeschränkt.

Auch Schulausflüge sind abgesagt.
Die jährlichen Schüler-Trips zum spanischen Festland wurden komplett gestrichen. Schulklassen werden in diesem Sommer weder Peninsula noch ausländische Ziele anfliegen.

Öffentliche Verkehrsmittel wie Schulbusse und Linienbusse werden zur Sicherheit täglich desinfiziert.

Kreuzfahrtschiffe im Fokus.
Nachdem das Kreuzfahrtschiff „Costa Luminosa“ mit einem Infizierten an Bord das Andocken auf der karibischen Insel Antigua verweigert wurde, ist der Kahn nun unterwegs nach Teneriffa.

Die Kanarische Regierung möchte jetzt Schritte unternehmen, um zu verhindern, dass das Kreuzfahrtschiff im Hafen von Santa Cruz de Tenerife anlegt. Das Schiff soll seine Reise ohne Unterbrechung zum Heimathafen fortsetzen.

Gleiche Anstrengungen sollen auch künftig unternommen werden, wenn andere Kreuzfahrtschiffe mit verdächtigen Fällen anlegen möchten.
Weitere Maßnahmen zur Eindämmung des Coronavirus auf den Inseln wurden angekündigt.

Erfolg steht in den Sternen.

Ob diese Maßnahmen reichen, wird die Zukunft zeigen. Noch ist alles im Griff.

Aber es war wohl nur eine Frage der Zeit, bis der erste Tourist aus Holland, Deutschland, Frankreich oder dem spanischen Festland die Krankheit nach La Palma schleppt.

 

Aktuelle Fälle:

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Über Graja (2021 Artikel)
Details zu den Autoren im Impressum unter: https://la-palma.info/autoren-impressum/

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