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Observatorium und Astrophysik

Sternwarte auf La Palma

Wo steht das größte Teleskop der Welt?

Mit einem 30 Meter Spiegeldurchmesser, soll das TMT das größte und leistungsfähigste Teleskop werden. Astrophysiker erwarten es mit Spannung, wissen aber immer noch nicht wirklich, wo es einmal gebaut wird, denn es gibt auch Gegner dieser Anlage.

Fünf Standorte haben sich die Betreiber einmal angesehen.
Hawaii und La Palma hatten dabei die Nase vorne, weil es die beiden besten Orte zur Observierung waren. Entschieden hat man sich dann im April 2013 für Hawaii. Dennoch möchte man das Prestige Objekt weiterhin gerne auf La Palma haben. Allerdings ist der Bau in Hawaii bereits genehmigt, der Baubeginn könnte in den nächsten Wochen starten.

Die Hoffnung stirbt zuletzt.

Ein Großteil der Bevölkerung auf Hawaii möchte das Teleskop nicht haben, weil es im Reich ihrer Götter gebaut werden soll.

1968 verpachtete der US Staat 200.000 Hektar des Naturschutzgebiet „Mauna Kea“ Berg für 1 US-Dollar pro Jahr an die „University of Hawaii“. Seitdem wurden dort 13 Teleskope auf dem Gipfel errichtet.

Ein Dorn im Auge er Ureinwohner. Für Sie ist der „Wao Akua“ wie sie den Mauna Kea nennen ein heiliger Berg. Hier leben ihre Gottheiten. Der Gipfel ist übersät mit Schreinen und Grabstätten.

Was folgte, waren Demonstrationen, Gerichtsverhandlungen und kleine Grabenkämpfe um das Heiligtum vor Schändung zu retten. Ohne Erfolg. Am 30. Oktober 2018 entschied der Oberste Gerichtshof von Hawaii, dass das Teleskop gebaut werden dar. Damit geben sich die Hawaiias nicht zufrieden, haben neue Proteste angeleiert und auch mit Baublockaden gedroht.

Aus diesem Grund macht man sich auf La Palma wieder neue Hoffnung.

Wie man in der Presse lesen kann, sollen die zukünftigen Betreiber des TMT im laufe der nächsten Woche nach La Palma kommen, um die Lizenz für den Bau auf dem Roque de los Muchachos in Puntagorda zu beantragen.

Zwar haben die Projektträger von Anfang an deutlich gemacht, dass das Observatorium von Mauna Kea wegen seiner Lage vorrangig ist, aber man möchte vorbereitet sein und La Palma wäre die beste Alternative. Hier könnte es reibungsloser laufen. Stadtrat und Inselverwaltung sind sich einig, denn neben Prestige für die Insel, bringt so ein Projekt Einnahmen, Arbeitsplätze und ein spezielles Stipendienprogramm für die Studenten der Gemeinde.

Die Hoffnung stirbt also zuletzt. Sowohl für TMT Betreiber, die nach Hawaii möchten, als auch für Puntagorda auf eine letzte Chance.

 

Schlagzeile machte indes ein kleines Observatorium.

Das Teleskop „Galileo“ auf dem Rocke de los Muchachos entdeckte Methan.

Zum ersten Mal konnten Wissenschaftler mit dem Galileo Methan in der Atmosphäre des Exoplaneten „HD 189733 B“ nachweisen. Damit haben sie gezeigt, dass es auch kleineren Teleskopen möglich ist, Planeten zu charakterisieren.

Wasserdampf und Methan sollen auch Hauptbestandteile der irdischen Uratmosphäre gewesen sein. Es entsteht, wenn organische Bestandteile wie Blätter oder Ausscheidungen von Lebewesen unter Luftabschluss verrotten.

Könnte diese Entdeckung vielleicht ein Hinweis auf bestehendes oder sich entwickelndes außerirdisches Leben sein?

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Über Graja (1914 Artikel)
Details zu den Autoren im Impressum unter: https://la-palma.info/autoren-impressum/

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