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Oliven Bäume

Palmerische Olivenhaine.

Schon die alten Griechen liebten den Olivenbaum.
Als der Meeresgott „Poseidon“ im Kampf um die Vorherrschaft über Attika, mit Athene stritt, lies er eine Quelle entspringen, um den Menschen etwas zu bieten. Athene konterte, stieß die Lanze in den Boden und sofort entsprang ein Olivenbaum. Die Bevölkerung war der Meinung, das der Ölbaum nützlicher sei und nahmen Athene zur Göttin ihrer Stadt.

Wilde Oliven wurden bereits vor 9.000 Jahren gegessen. Seit der Bronzezeit vor etwa 4.000 Jahren wird der Olivenbaum am Mittelmeer kultiviert. Spanien ist dabei der größte Oliven Produzent der Welt.

Auf La Palma hingegen steckt der Anbau von Oliven noch in seinen Kinderschuhen.

 

Oliven-Anbau auf La Palma.

Auf dem Kanarischen Archipel ist die Anbaufläche von Oliven in den letzten 5 Jahren um 226% gewachsen. 2016 wurden auf den Kanaren 422 Tonnen Oliven geerntet. 319 Tonnen wurden zu nativem Olivenöl gepresst.

La Palma liegt hier im Trend.
Belegten im Jahr 2008 Oliven nur 0,82 Hektar, waren es 2017 bereits 10,72 Hektar Anbaufläche. Die größten Olivenhaine der Insel befinden sich mit einer Anbaufläche von 3,5 Hektar in der Gemeinde El Paso. Es folgt Tijarafe mit etwa zwei und Puntagorda mit 1,5 Hektar Anbaufläche. Weitere Olivenhaine finden wir in den Gemeinden Fuencaliente und Garafia.

Mit den 2,2 Millionen Hektar auf dem spanischen Festland ist die Anbaufläche auf unserer Insel natürlich nicht vergleichbar, dennoch finden Ölbäume hier gute Bedingungen. Der Olivenbaum gedeiht am besten, bei jährlichen Niederschlägen von 500 bis 700mm und einer durchschnittlichen Temperatur von 20 Grad.

Keine Frucht für schnelles Geld.
Olivenhaine werden auf La Palma ein, wenn auch Teils lukratives, Nebenprodukt bleiben. Denn der Anbau ist schwierig und langwierig.

Bis zu 7 Jahre vergehen, bis der Jungbaum den ersten Ertrag bringt. Eine lange Zeit, in der die Pflanze gepflegt und bewässert werden muss. Am ertragreichsten ist der Olivenbaum in einem Alter von 20 Jahren.

 

Feinschmecker schätzen Oliven.

Eigentlich ist die Olive in rohem Zustand nicht genießbar. Erst nach mehrmaligem Wässern reduzieren sich Bitterstoffe auf ein verträgliches Maß. Dann aber, hat es die Olive in sich. Sie enthält viele Antioxidantien, ist gut fürs Herz, kann das Alzheimer-Risiko reduzieren und Krebs entgegenwirken.

Grün oder Schwarz.
Geschmack ist bekanntlich eine Frage des Geschmacks. Gerade bei Oliven gibt es da zwei Lager. Wirklich ausgereift ist nur die Echte schwarze Olive. Die grüne Beere ist noch auf dem Weg dahin. Leider werden häufig grüne Oliven mit Eisengluconat gefärbt und als schwarze Oliven verkauft.

Eines haben aber beide gemeinsam. Legt man sie in Öl ein, werden sie nicht von Schädlingen befallen und sind sehr lange Zeit haltbar.

 

Hauptverwertung ist Olivenöl.

Oliven finden Anwendung in allerlei Gerichten, werden als Vorspeise oder Tapas gereicht. Ihre Hauptverwendung ist allerdings Olivenöl. Gut 90 % aller Oliven wird zu Olivenöl gepresst.

Hier gibt es natürlich wesentliche Unterschiede in Qualität und Preis, denn wie bei Wein, gibt es grundlegende Qualitätsattribute. Zum einen haben wir Fruchtgeschmack, der bei reifen Früchten höher ist, zum anderen gewünschte Bitterstoffe, die wir mehr bei grünen Oliven finden. Auch die Sensorik spielt eine Rolle, denn Beeren mit Schäden sind weniger Wertvoll.

Im Wesentlichen können wir 3 Qualitätsstufen unterscheiden:

Natives Olivenöl extra.
Die Qualität der Kategorie 1 entsteht in mechanischem Kaltpressverfahren. Verwendet werden nur Oliven mit optimalem Reifestadium, die direkt vom Baum gepflückt und verarbeitet werden. Sie dürfen keine sensorische Fehler aufweisen und maximal 0,8 Prozent freie Fettsäuren besitzen.

Natives Olivenöl.
Natives Olivenöl wird ebenfalls Kalt gepresst. In der Kategorie 2 dürfen aber Oliven mit sensorischen Fehlern und kleinen Beschädigungen verwendet werden. Auch der Anteil an freien Fettsäuren kann mit 2 % etwas höher sein.

Einfaches Olivenöl.
Hier wird erhitzt, weil verdorbene, vom Boden gesammelte Oliven verwendet werden. Erst nach einem Raffinerieprozess und Verschnitt mit nativem Olivenöl, darf dieses Produkt als „Olivenöl“ in den Handel.

Über Graja (2000 Artikel)
Details zu den Autoren im Impressum unter: http://la-palma.info/autoren-impressum/

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