News Ticker

Palmerischer Fake-Kaktus

Wird mit einem Kaktus häufig verwechselt.

Stacheliger Irrtum.

Rosen haben keine Dornen, – Kakteen keine Stacheln.

Auch sonst unterliegen wir einigen Irrtümern, wenn uns vermeintliche Kakteen auf La Palma an alte amerikanische Filme erinnern.

Denn obwohl die meisten Menschen genauso einen Kaktus zeichnen würden, handelt es sich bei dem Western Kaktus nicht um einen Kaktus.

Wolfsmilch im Wald

Der Fake-Kaktus ist ein Wolfsmilchgewächs.

Obwohl der falsche Kaktus auch Dornen hat, handelt es sich bei dem kanarischen Endemit um ein Gewächs aus der Wolfsmilch Familie Euphorbiaceae. Davon gibt es nach Wikipedia 240 Gattungen mit 6000 Arten mit weltweiter Verbreitung.

Auf den Kanaren ist das Euphorbia canariensis (Kandelaberwolfsmilch) weit verbreitet, gilt auf Gran Canaria als Natursymbol und steht unter Naturschutz. Auf trockenen Inseln wie Lanzarote oder Fuerteventura sind die „cardones“ wie sie hier genannt werden schon sehr selten geworden.

Weitläufig anzutreffen ist die Wolfsmilch

La Palma beherbergt von Küstengebiet bis über 1000 Meter Höhe große Bestände mit weiter Verbreitung und Verzweigung. Diese bis zu drei Meter hohen Kolonien können dabei einen erheblichen Umfang erreichen.

Der falsche Kaktus hat auch Dornen.

Diese 4 mm lange, braune Dornen sitzen paarweise auf den Rippen und bilden nach Befruchtung rotbraune Samenkapseln. Eine feste Blütezeit gibt es nicht. Ja nach Standort geschieht dies zu unterschiedlichen Jahreszeiten.

Wolfsmilch an der Küste von La Palma

Achtung giftig.

Viele Pflanzen lieben die „cardonales“ und wachsen gerne in nahem Umfeld, weil der Fake-Kaktus vor Ziegenfraß schützt. Bricht eine der Dornen ab, tritt eine milchiger Saft aus. Ziegen mögen diesen nicht und auch wir Menschen sollten Vorsicht walten lassen.

Die Brühe brennt extrem, wenn man etwas davon in Augen, Mund oder Nase bekommt. Auch für unsere Haustiere ist das nicht ungefährlich und kann starken Juckreiz auslösen.

Stehen sie im Garten sollte man die Gewächse nur mit Handschuhen bearbeiten und kleine Kinder derweil fern halten.

 

Wolfsmilch in freier Natur

Wolfsmilch hat viele Gesichter.

Während sich einige als Kaktee tarnen, treten andere Wolfsmilch Arten in ganz anderem Design auf. So zum Beispiel das Rizinus.

Das als Wunderbaum bekannte Gewächs wurde 2018 als Giftpflanze des Jahres gewählt.

Die krautige Pflanze ist recht schnellwüchsig und kann bis zu 6 Meter hoch werden. Lange glaubte man, dass der Rizinus keine Fressfeinde kennt. Heute ist allerdings ein Wurm bekannt, der die Blätter befällt.

Giftpflanze

Dieser Fress-Feind wurde wohl schon im Alten Testament beschrieben. Dort heißt es im Buch Jona, Kapitel 4:

„Gott ließ den Rizinusstrauch über Jona wachsen, um seinem Kopf Schatten zu geben. Am nächsten Morgen jedoch schickte er einen Wurm, sodass der Rizinus verdorrte“.

 

Das Essen Sticht

Diesen Artikel Teilen

Über Graja (2021 Artikel)
Details zu den Autoren im Impressum unter: https://la-palma.info/autoren-impressum/

Kommentar hinterlassen

E-Mail Adresse wird nicht veröffentlicht.


*


© Protection! Bitte kontaktieren Sie uns wenn Sie Auszüge nutzen möchten.