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Plastikgeld und Münzen

Wer gerne Bar zahlt, stößt schnell an gesetzliche Grenzen.
Ausnahmen gibt es für Ausländer in Spanien.

Hier stoßen Barzahler an Ihre Grenzen.

Gesetzliches Zahlungsmittel in Spanien ist bekanntlich der Euro.
Auch wenn Plastikgeld immer mehr an Popularität gewinnt, Finanzämter am liebsten jede Barzahlung aus Gründen der Kontrolle abschaffen möchten, bleibt der Euro offizielles Zahlungsmittel.

Jedes gewerbliche Unternehmen und öffentliche Einrichtungen sind verpflichtet, Barzahlung anzunehmen. Auch die Praxis einiger Supermärkte und Kleinfirmen große Scheine abzulehnen entbehrt jeder rechtlichen Grundlage. Dennoch stoßen Barzahler an Grenzen.

Hier hat Bargeld seine Grenzen.

In Artikel 11 der EG Verordnung und Artikel 7 des spanischen Gesetzes 7/2012 ist festgelegt wo Bargeld seine Grenzen hat. Dabei wird zwischen Geldscheinen und Münzen, aber auch zwischen Firmen und Privatpersonen unterschieden.

Auch Ausnahmen für Ausländer sind festgelegt.

Grenzen für Zahlungen mit harter Münze.

Nach dem ein reuiger Sünder einen Strafzettel von 200,- Euro mit insgesamt 20.000 1-Cent Münzen zahlte, wurde eine gesetzliche Grenze festgelegt.

Maximal 50 Münzen müssen akzeptiert werden. Über diese Menge hinaus besteht keine Verpflichtung weitere Münzen anzunehmen.

Wer also gerne mit schwerem Geldsack durch die Gegend rennt, kann seine Werkstatt Rechnung von 100,- Euro auch mit 50 Münzen a 2,- Euro bezahlen.

 

Papiergeld ist ebenfalls eingeschränkt.

Zur Verhütung und Bekämpfung von Steuerbetrug dürfen gewerblich tätige Personen oder Firmen keine Operationen durchführen, die eine Barzahlung gleich oder größer als 2.500,- Euro betrifft.

Größere Beträge müssen per Kreditkarte oder Banküberweisung abgerechnet werden.

Ausnahme für Ausländer in Spanien.
Für natürliche Personen, die keinen steuerlichen Wohnsitz in Spanien haben und nicht als Unternehmer auftreten, gilt der vorgenannte Betrag nicht.

In diesem Fall wurde die Obergrenze für Barzahlung auf 15.000 Euro, oder den entsprechenden Betrag in Fremdwährung festgelegt.

 

Bargeld auf dem Rückzug.

Die Schlepperei hat mit Kreditkarten ein Ende.
Gerade einmal 6 Gramm wiegt Ihre Visakarte im Geldbeutel. Bei einem Tageslimit von 3.000 Euro müssten Sie an Stelle der Karte etwa 30 Gram an 100,- Scheinen tragen. Sie nutzen lieber harte Währung? Dann brauchen Sie für den Betrag mit knapp 7 Kilogramm schon einen Rucksack.

Kreditkarten sind bequem.
Bargeld müssen Sie, wenn Sie es nicht gerade selbst drucken, erst von der Bank organisieren, bevor Sie es ausgeben können. Bequemer und flexibler ist die kleine Plastikkarte. Ein Vorteil, den wir uns jedoch teuer erkaufen weil Banken bei jeder Kartenzahlung Geld verdienen.

 

Wie lange gibt es noch Bargeld?

Einige Länder, wie zum Beispiel Schweden, kommen bereits (fast) ohne Bargeld aus. Ginge es nach Staat, Finanzamt und Banken, hätten wir bald nur noch Buch- und Plastikgeld.

Noch ist es nicht soweit.
Doch der Tag, an dem wir zum gläsernen Menschen werden, jeder unserer Schritte und Kaufgewohnheiten nachvollziehbar ist wird kommen.

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Über Graja (1917 Artikel)
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