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Quelle des Lebens – Wasser

Quellwasser für Flora und Fauna.

Unser Klima auf La Palma wird entscheidend durch den Nordostpassat mitbestimmt. In Höhenlagen von 600 bis 1.700 Metern treffen Passatwolken auf bewaldete Berghänge mit der Kanarischen Kiefer.

Diese Kiefern melken Wolken ab, was für Nebelkondensation mit Niederschlagsmengen zwischen 1.000 l/m² und 1.500 l/m² im Jahr sorgt.


Dadurch ist La Palma zu 40% mit Wald bedeckt und die Wasserreichste Insel der Kanaren.

Wasserreichtum ist auch notwendig, denn alleine zur Bewässerung unserer Bananenkulturen werden rund 400 Liter Wasser je Kilo Bananen benötigt.

Steter Tropfen höhlt den Stein.

Das stetig zu Boden tropfende Wasser sickert durch poröses Lavagestein und sammelt sich in großen Höhlen im Inselinnern.

Dort, wo diese Wasserspeicher auf natürliche Weise wieder austreten, finden wir eine Quelle.

Sehr viele gibt es davon auf La Palma. Die bekannteste und Wasserreichste auf unserer Insel ist die Marcos Quelle.
Auf dem Video können Sie dem Wasserlauf folgen.

Unser Quellwasser hat auf seinem Weg mehrere Gesteinsschichten passiert, unterlag mit dieser Filtration einem natürlichen Reinigungsprozess, wurde mit Mineralsalzen und Spurenelementen angereichert.

Manchmal hinkt dieses wundervolle System.

Nicht nur in Zeiten des Klimawandel hat Natur hat ihre Tücken. Bleiben Niederschläge aus, wird aus Wasserreichtum schnell ein knappes Gut.
Zu spüren ist dies zurzeit in unserem Nationalpark „Caldera de Taburiente“. Denn diesen Frühling herrscht Dürre im Nationalpark.

Ähnliche Dürreperioden hat es schon früher gegeben. Erschreckend ist allerdings, dass seit 7 Jahren die Niederschläge auf La Palma unter dem Durchschnitt liegen.

Funktioniert das System nicht, kann auch schnell das Gegenteil von Dürre eintreten. Fällt zu viel Regen in kurzer Zeit, sind Überschwemmungen und Erdrutsche die Folge. Manchmal wird dabei so viel Erde abgetragen, dass der Boden über Jahre von Erosion bedroht ist.

Die bisher größte Tragödie spielte sich am 16. Januar 1957 ab.
Damals entluden sich um 6 Uhr morgens alle Wolken gleichzeitig über dem Gipfel der Cumbre. Wassermassen sammelten sich im Trichter der Barrancos und stürzten ohne Vorwarnung in die Tiefe. 46 Tote musste man danach zählen. Darunter eine ganze Familie. 22 Opfer gab es in Brena Alta, 24 in der Gemeinde Villa de Mazo.

 


„Wen Gott liebt, dem schenkt er Wasser
und ein Leben auf La Palma“

Wer diesen Spruch einmal erfunden hat, lässt sich heute nicht mehr sagen. Der Wahrheitsgehalt dürfte allerdings hoch sein.

 

Wasser ist das ganze Jahr vorhanden. Große Wasserfälle findet man in den Sommermonaten eher selten, interessante Quellen wie spannende Wasserläufe finden Sie jedoch auf der gesamten Insel.

Besonders im Osten und Nordosten von La Palma lohnt sich eine Quellwanderung. Es muss ja nicht immer der anstrengende Weg zur Marcos Quelle sein.

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Über Graja (1917 Artikel)
Details zu den Autoren im Impressum unter: https://la-palma.info/autoren-impressum/

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