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Rettet die kanarischen Inseln

Proteste am 18. Oktober. Wie hoch die Gefahr wirklich ist, spaltet die Gemüter.
Bereits im März 2012 hat die spanische Regierung Erdölbohrungen im Atlantik, nahe der kanarischen Inseln genehmigt. Nur wenige km vor der Küste der Inseln Fuerteventura und Lanzarote, beide von der UNESCO zum Biosphärenreservat erklärt, sollen Bohrungen bis in knapp 7.000 Meter Tiefe vorgenommen werden.

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oelEine Ölpest wie 2010 im Golf von Mexiko würde alle Inseln treffen. Auch auf Gran Canaria, Teneriffa, El Hierro, La Palma und La Gomera ist man besorgt. 4 Nationalparks, 19.000 Tier- und Pflanzenarten, viele davon endemisch, und Millionen von Touristen, wären bei einem Supergau betroffen.

Obwohl fast die Hälfte des gesamten Territoriums durch Abkommen und Gesetze der Vereinten Nationen, der Europäischen Union und des spanischen Staates unter Naturschutz gestellt ist, scheint man sich bei der spanischen Regierung über Bedenken und Ängste der Bewohner hinwegzusetzen. Auch dass einige Inseln ihre Wasserversorgung zu 100% aus dem Meer beziehen, stellt kein Problem dar. Schließlich soll Repsol eine Haftpflichtversicherung von etwa 60 Millionen Euro für den Fall der Fälle abgeschlossen haben. Wie weit diese als Schadenersatz reichen, zeigt ebenfalls das Beispiel aus Mexico. Dort musste British Petroleum 14 Milliarden berappen.

Nun sollen im November Arbeiten an 3 Bohrstellen beginnen, die laut Experten in einem seismisch aktiven Meeresabschnitt liegen. Welche Schäden vulkanische Aktivitäten und Seebeben anrichten können wissen wir. Wie lange ein Bohrturm dabei durchhält, werden wir möglicherweise bald wissen.

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oekoTourismusunternehmen schlagen Alarm, Universitäten aus Europa bis Übersee und wissenschaftliche Komitees in mehr als 100 Ländern ziehen an einem Strang mit Organisationen wie Oceana, Greenpeace, WWF, Friends of Earth und vielen weiteren. 200.000 Unterschriften aus 183 Ländern sollen der spanischen Regierung bereits vorliegen und das „Nein“ zur Erdölförderung ausdrücken. Auch 76 Europa-Abgeordnete von 33 politischen Parteien aus 20 EU-Mitgliedstaaten haben sich dem Protest der Kanaren angeschlossen. Dennoch hält die spanische Regierung den Profit eines Erdölkonzen höher, als Rechte, Sicherheit und Interessen der Allgemeinheit.

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Die kanarische Bevölkerung fordert einen Stopp der Umweltbedrohung und möchte Energiemodelle fördern, die der Allgemeinheit zu Gute kommen. Bereits am 7. Juni 2014 gingen etwa 250.000 Menschen für ihre Ziele auf die Straße. Die Teilnehmerzahlen nach Insel:
Lanzarote 30.000 bis 35.000
Fuerteventura 25.000 bis 30.000
Gran Canaria 80.000 bis 100.000
Teneriffa 65.000 bis 80.000
La Gomera 1.000
La Palma 1.600
El Hiero 300

Bei www.savecanarias.org steht eine online Petition zur Unterschrift bereit und am 18. Oktober wird es weitere Demonstrationen auf allen Inseln geben.

 

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Über Graja (2021 Artikel)
Details zu den Autoren im Impressum unter: https://la-palma.info/autoren-impressum/

1 Kommentar zu Rettet die kanarischen Inseln

  1. Fahren al diese menschen und organisationen noch auto mit verbrennungmotor, kaufen diese menschen alle nog lustige, bunte und billige produkten vom chinesen, dann braucht man sich nicht zu wundern das auch hier nach oel gesucht wird oder.

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