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Schwarzes Gold spaltet die Gemüter

oelÖlprobebohrungen zwischen den Kanaren und Marokko.
Darf man das Risiko einer Ölbohrung vor unseren schönen Küsten eingehen? Viele Menschen auf den Kanaren sagen nein, sammeln Unterschriften und verbreiten ihre Wut in Internetforen. Auch Politiker sind gegen die, von Repsol mit ihren Partnerfirmen RWE und Woodside, geplanten Probebohrungen vor den Kanaren.

Sie knicken allerdings durch Wirtschaftskrise und Geldmangel immer weiter ein. Dadurch entsteht ein langwieriger Prozess. Noch bis zum 24. September haben sie Zeit, um ihre Einsprüche gegen die geplanten Probebohrungen zu manifestieren. Spontanität muss schließlich sorgfältig geplant werden.

Nun bleibt die Kanarenregierung fasziniert stehen, um zu erkennen, dass der frühe Vogel den Wurm fängt. Was die Spanier seit Jahren diskutieren, entscheiden Marokkaner am Stammtisch. Sie beginnen, mit dem schottischen Ölmulti „Cairn Energy“ in wenigen Wochen mit Probebohrungen zwischen den Kanaren und der marokkanischen Küste.

Die Bohrstellen liegen mit einer Tiefe von bis zu 2000 m dicht an den Stellen, die Repsol auf dem Meeresboden sondiert hat, allerdings bereits in marokkanischem Hoheitsgewässer unweit von Lanzarote und Fuerteventura.

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Die Bohrplattform „Cajun Express“ (sie gehört dem gleichen Betreiber, der im Golf von Mexico havarierten „Deepwater Horizon“) liegt bereits im Hafen von Las Palmas.

Es gibt keine Schuld ohne Schuldige. Wir alle sind Verbraucher und könnten beeinflussen. Doch so lange wir unsere Eier vom freilaufenden Bauern kaufen, haben wir nur geringes Interesse an anderen Ställen. Erst wenn wir als Schwarz-Weiß-Denker Farbe bekennen müssen, sehen wir Rot.

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Über Graja (2021 Artikel)
Details zu den Autoren im Impressum unter: https://la-palma.info/autoren-impressum/

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