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Seit Sonnenaufgang kreisen die Hubschrauber

Nachtrag 19 Uhr 30

Es sieht gut aus. Deutlich weniger Rauchentwicklung zeigt Erfolge bei den Löscharbeiten. Einfach ist dies in den Höhenlagen nicht, aber mit Unterstützung von Militär, technischem Gerät und viel persönlichem Einsatz, könnte es gelingen, noch vor Einbruch der Dunkelheit, ein übertreten auf die Westseite zu stoppen. Man könnte sagen: Unsere Bomberos haben Eier.

Wie die Nacht verläuft? Das werden wir morgen wissen.

Nachtrag 17 Uhr 40

Es sieht so aus, als habe das Feuer den Gipfel erreicht. Wenn die nächsten Stunden keine deutliche Verbesserung bringen, kann sich der Brand über Nacht in den Westen ausbreiten. Den Einsatzkräften verbleiben die Löschhubschrauber noch etwa 3 Stunden. Um 20 Uhr 59 geht die Sonne unter, dann ist nur noch Schadenbegrenzung möglich. Die momentanen Bedingungen: Luftfeuchtigkeit 57 %, Temperatur 26 Grad und eine Windgeschwindigkeit von 26 km/h.

Deutlich erkennbar. Das Feuer hat den Gipfel erreicht

 

Nachtrag 15 Uhr

Noch keine Entspannung an der Feuerfront
Wir haben nun 15 Uhr und noch keine Entwarnung in sicht. Zwar wurde die Ausbreitung des Waldbrandes in Richtung Süden verlangsamt und man geht davon aus das man diesen Brandherd bis einbruch der Dunkelheit stoppen kann.

In Richtung Westen sieht es jedoch gar nicht gut aus. Dort breitet sich das Feuer weiter, zur Cubre Vieja hin, aus. Bereits 1500 hektar Waldfläche sollen betroffen sein. Dies wäre eine Verdoppelung der Zahlen von gestern Abend.

Im Augenblick nimmt auch der Wind, mit Böen über 25 Knoten, wieder zu, was die Sache nicht gerade erleichtert.

So sieht das Ganze im Moment bei einem Blick aus dem Fenster in Tenaqua aus

Ansicht vom Flughafen

Blick von Mazo in Richtung Cumbre

 

Erfahrene Brandbekämper werden es schon Richten.
Die ganze Nacht hat man, versucht, wie es scheint erfolgreich, ein Übergreifen des Feuers auf den Ort Marzo zu verhindern. Heller Feuerschein erleuchtete den Nachthimmel bis in die frühen Morgenstunden. Teilweise sah man, neben den beiden Hauptfeuern 3 weitere Brandpunkte, die gegen 3 Uhr heute Morgen ihren Höhepunkt erreichten. Seit Sonnenaufgang werden nun alle 6 Helikopter ohne Unterbrechung eingesetzt. Bei dieser geballten Kraft an erfahrenen Löschkräften müsste man davon ausgehen, dass die Brände im Laufe des Tages zu kontrollieren sind. Schon in Hinblick auf den Brand auf La Gomera wäre das wichtig, denn 2 Hubschrauber sollen im Laufe des Tages von La Palma auf die Nachbarinsel verlegt werden.

Dass nun erneut Schreie nach einem, fest auf den Kanaren stationierten, Löschflugzeug laut werden ist verständlich. Kann doch so ein Flugzeug der Klasse BOMBARDIER CL-415 bei einer Geschwindigkeit von 187 km/h schnell auf jeder Insel sein und dort auf einen Schlag 13.500 liter Wasser abladen. Bei Krisenzeiten in denen man schon Bereitschaftszeiten von Rettungshubschraubern begrenzt, wird das ein frommer Wunsch bleiben.

Einige der anstehenden Fiestas auf der Ostseite wurden gestern abgesagt. Was etwas verwunderlich erscheint, sind Raketen und Böllerschüsse in den späten Abendstunden.

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Über Graja (2021 Artikel)
Details zu den Autoren im Impressum unter: https://la-palma.info/autoren-impressum/

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