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So entsteht ein neuer Hafen

Wir können nur raten, wie viele dieser Hafen-Fakten nur Mythen sind?

Schiffsverkehr nimmt weiter zu. Passagier- und Warentransport steigen kontinuierlich. Jahreszahlen im Hauptstadthafen haben wir im März hier veröffentlicht: Verkehr im Hauptstadt Hafen. Neben dem Zuwachs an Linienschiffen und Container Transport boomt auch das Geschäft der Kreuzfahrtschiffe im Hafen.

Langsam aber sicher, gehen dem Gewerbehafen in Santa Cruz de La Palma die Kapazitäten aus. Zwar gibt es im hinteren Teil des Gewerbehafens eine Marina für Sportboote und vorgelagert einen kleinen Fischerhafen, dicke Brummer oder Fähren können dort nicht anlegen.

Stadtplaner und Hafenbehörde müssen also in die Zukunft planen. Auf der Suche nach Möglichkeiten war einiges an Denkakrobatik zu lesen. Von einer Liegeplattform vor Los Guinches, über eine Verlängerung der Hafenmauer, bis zum Neubau im Norden der Stadt wurde gesprochen.

Doch überall stößt man auf Hindernisse, weil Mehrzweckdocks auf Grund der Manövrierfähigkeit riesigen Schiffe nicht realisierbar sind.
Details hier: Baupläne im Hauptstadthafen.

 

Warten auf die Fähre

Hier könnte Tazacorte ins Spiel kommen.

Der zweitgrößte Hafen unserer Insel könnte einen Teil der Schiffsverbindungen aufnehmen. Nicht die großen Kreuzfahrtschiffe dazu ist er zu klein. Fährverkehr könnte dort jedoch problemlos abgewickelt werden, was die Hauptstadt entlasten würde.

Mehrkosten für Reedereien, vor allem aber längere Fahrzeiten für Passagiere wären die Folge. So bleibt Tazacorte nur ein Denkspiel, weil man das Fährgeschäft im Hauptstadthafen natürlich nicht abgeben möchte.

 

Standort für neuen Hafen

Wird bald wieder vor dem Barranco Secco gebaggert?

Ein neuer Hafen muss her.

Nun, nach dem bisherige Planungen nicht umzusetzen sind, möchte man sich von Mehrzweckdocks verabschieden und einen neuen Gewerbehafen am nördlichen Ende der Stadt bauen. Jedenfalls hält man das Ganze im Moment als einzige technisch machbare Option.

Dort soll dann jeglicher Güterverkehr abgewickelt werden. Der bisherige Hafen hätte so Kapazitäten für Fährverbindungen und Kreuzfahrtschiffe frei. Spinnt man das Ganze weiter, würden gleichzeitig enorme Stellflächen im Hafen frei, die man als Parkplätze nutzen könnte.

Mülldeponie als Lösung?

Standort soll der alte Müllplatz im Barranco Seco sein.
Dort wird zurzeit die längst überfällige Versiegelung des verseuchten Bodens vorgenommen. Arbeiten, die bereits jetzt durch Ein- und Ausfahrende Lastkraftwagen zu kleineren Verkehrsbehinderungen führen. Kaum vorstellbar, wie bei dieser Verkehrsführung der gesamte Warenverkehr der Insel abgewickelt werden soll. Aber das wäre dann ein anderes Projekt.

 

Container für Schiffe

Platzmangel bleibt auch im Barranco Secco ein Problem.

Wie der Name „Barranco“ schon sagt, handelt es sich um eine kleine Schlucht. Rechts und Links durch Steilwände geschlossen. Eine Erweiterung der Grundfläche, sie ist schon jetzt kleiner als das bisherige Hafengelände, wird also nicht möglich sein.

Wo also sollen Container gelagert, LKWs parken, Fahrzeuge wenden oder Verwaltungsgebäude stehen? Fragen, die mich an einem idealen Standort zweifeln lassen. Aber möglicherweise können unsere Planer mit einer zündenden Idee den Platzmangel lösen. Not macht ja bekannter Weise geschäftstüchtig.

 

Jahrhundert Projekt Hafenbau.
La Palma steht damit nicht alleine. Alle großen Häfen der Welt werden stetig verändert, ausgebaut und der wachsenden Seefahrt angepasst. Ein Ende ist nicht in Sicht denn für eine Insel sind Häfen überlebenswichtig. Da warten noch große Aufgaben, die uns Jahrzehnte beschäftigen.

Hoffen wir auf richtige Entscheidungen. Leicht wird das nicht, denn Weisheit kommt nicht immer mit dem Alter, manchmal kommt das Alter auch alleine.

Über Graja (2009 Artikel)
Details zu den Autoren im Impressum unter: http://la-palma.info/autoren-impressum/

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