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Sonne und Mond wechseln das Geschlecht

Am 20. März kommen die Vorboten von Unglück und Tod.
Arapaho-Indianer dachten, Sonne und Mond wechseln das Geschlecht, weshalb der Tag zur Nacht wird. Chippewa-Indianer schossen Brandpfeile in den Himmel um die Sonne wieder anzuzünden und in China erhielten die Beamten Hi und Ho die Todesstrafe, weil sie eine Sonnenfinsternis nicht rechtzeitig voraussagten. Damit gefährdeten sie den Kaiser, weil er nicht die Möglichkeit hatte, sich in einem Fastenritual auf die „Gefahr“ vorzubereiten. Japaner deckten ihre Quellen ab, damit die Sonnenfinsternis das Wasser nicht vergiftet und in Europa kommt mit der Sonnenverdunkelung das Pech zur Erde. In allen Teilen der Welt rankten sich Mythen und Aberglaube um die Sonnenfinsternis. Noch heute graben Eltern in Pakistan ihre Kinder ein, weil sie sich von dem dämonischen Ungeheuer Heilung versprechen.

Am Freitag den 20. März 2015 bekommen wir wieder eines dieser göttlichen Zeichen.
Dann lässt eine optische Täuschung die Himmelskörper Sonne und Mond gleich groß erscheinen. Dadurch können wir das Phänomen einer totalen Sonnenfinsternis über dem Nordatlantik bestaunen. Komplett Dunkel wird es allerdings nur über den dänischen Färöerinseln. Hier auf den Kanaren müssen wir uns mit einer Teilbedeckung der Sonne begnügen. Ab 8:30 Uhr kann, bei wolkenfreiem Himmel, die Sonnenfinsternis etwa 2 Minuten lang beobachtet werden. Hobbyastronomen sollten aber daran denken, dass ein Blick in die Sonne ohne geeignete Beobachtungsbrille schwere Augenschäden nach sich ziehen kann.

 

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Über Graja (1917 Artikel)
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