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Spanische Richter zeigen die rote Karte.

justizBankenabzocke könnte bald zu Ende sein.
Wucherzinsen sind bei spanischen Banken an der Tagesordnung. Überziehungszinsen für ein Girokonto können ganz schnell 29% bis 30% erreichen, bei Hypotheken sieht es ähnlich aus. Eine Tatsache, die bei vielen Schuldnern zu Zwangsräumungen und Obdachlosigkeit führt.

Schon vor längerer Zeit hat der EU Gerichtshof das Zwangsräumungsgesetz in Spanien als rechtswiedrig erklärt und Nachbesserung gefordert. Von Seiten der Regierung kam allerdings bisher keine Reaktion.

Einige Richter sprechen nun Recht und gehen die Banken an. So hat gestern der vorsitzende Richter des Gerichtshof Nummer 9 in Madrid, den Ex-Präsidenten der Caja Madrid in Untersuchungshaft weggeschlossen. Er soll unter anderem Gefälligkeitskredite in Höhe von 26,6 Mio. Euro vergeben und bei anderen Geschäften Verluste von 500 Millionen Euro verursacht haben.

Andere Richter zeigen Zivilcourage und anulieren überteuerte Kreditverträge. So hat auf den Kanaren der Richter Juan Jose Cabo im Gerichtshof 4, einen Hypothekenvertrag der BBVA als widerrechtlich angesehen, weil Verzugszinsen mit 19 Prozent Wucher sind. Er sieht Verzugszinsen von mehr als 1% über dem normalen Prozentsatz als Missbrauch. (Quelle:Comprendes) In Rechtsforen der spanischen Juristen gibt es bereits Musterurteile an denen sich spanische Richter orientieren können. Die gemeinsame Strategie der Richter um weitere Zwangsräumungen zu verhindern, wirbelt Staub auf, denn auf den Kanaren möchte man dem Andalusien Modell folgen und Banken zeitweise enteignen.

Mehr dazu: –  Spanische Banken könnten bald enteignet werden

Über Graja (1980 Artikel)
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