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Tauben im Lorbeerwald

Lorbeertauben auf La Palma.

Sie können bis zu 80 km/h schnell fliegen, gelten als Natursymbol der Insel La Gomera und haben ihre größte Population auf La Palma.

Lorbeertauben (columba junoniae) sind eine endemische Taubenart, die auf den westlichen Inseln der Kanaren lebt, weil sie sich überwiegend von Beeren des Lorbeer ernährt. Nur bei Futtermangel weicht sie auf Felder aus und frisst Kirschen oder Weizen. Brüten tuen Lorbeertauben auf La Palma, Teneriffa und La Gomera. Dieser eingeschränkte Lebensraum führte dazu, dass nur noch etwa 5000 geschlechtsreife Lorbeertauben im Archipel leben und der potentiell gefährdete Bestand in die EU Vogelschutzrichtline als Schützenswert aufgenommen wurde.

Auf La Palma sollen noch 3.000 Individuen leben. Etwa Tausend sollen es im Nationalpark Garajonay auf La Gomera sein. Wenige Exemplare konnte sich auf Teneriffa halten. Auf Gran Canaria läuft ein EU Programm zur Ansiedlung um die Lorbeertaube wieder heimisch zu machen.

Bolles Lorbeertaube

Lorbeertauben sollen von Ringeltauben abstammen.
Ernst Johann Otto Hartert beschrieb die Art. Das Typusexemplar wurde bei La Galga in der Gemeinde Puntallana gesammelt.

Erkennbar ist der knapp 40 cm große Taubenvogel an seinem grünlich schimmernden Hals, einem Rosa Schnabel und roten Füßen. Der Körper ist überwiegend rotbraun. Kopf, Hals und Schwanz sind heller grau gefärbt. Aus der Entfernung wirkt sie einfarbig dunkelbraun.

Wo finden wir die Lorbeertaube?

Wie der Name schon sagt, leben Lorbeertauben meist im Lorbeerwald. Auf La Palma entdecken Sie die Taubenart häufig im Nordosten und zwischen 200 bis 1000 Höhenmeter an den Nordhängen der Insel.

Im Gegensatz zu anderen Taubenarten, die man in großen Gruppen auch Ratten der Lüfte nennt, ist die Lorbeertaube ein recht scheuer Vogel. Man braucht Zeit, Geduld und etwas Glück, um diese Tauben zu beobachten.

Lorbeertaube im Lorbeerwald

Foto von DrPhilippLehmannEigenes Werk, CC BY-SA 3.0,

Wie gefährdet ist die Lorbeertaube?

Das endemisches Tier gilt sie als schützenswert, findet in unseren Lorbeerwäldern jedoch sehr gute Bedingungen. Dennoch hat Sie menschliche und tierische Feinde wie zum Beispiel Falken.

Als Bodenbrüter nistet die Lorbeertaube auf abgestorbenen Bäumen, unter Baumwurzeln oder Felsspalten und legt immer nur ein Ei zum bebrüten. Leicht erreichbar für Mäuse, Ratten und Katzen.

Geschmort, gebraten, gebacken.
Es ist nicht viel dran an dem Täubchen, das rupfen mühsam und ihr Hauptlebensraum ist Santuario de Aves (Vogelschutzgebiet). Dennoch wird die Lorbeertaube illegal gejagt, weil ihr Fleisch als besonders schmackhaft, in manchen Kreisen als Delikatesse gilt.

Noch ist die Population der Lorbeertauben auf La Palma stabil.
Erhalten wir unseren Nebelwald, könnte das Täubchen noch lange Lorbeerbeeren picken.

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Über Graja (1916 Artikel)
Details zu den Autoren im Impressum unter: https://la-palma.info/autoren-impressum/

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