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Umweltschutz und Spaß am töten.

ziege180Altes Problem neu aufgekocht.
Jagen und sammeln, Urinstinkte der Menschheit, die in heutiger Zeit lediglich als Hobby benötigt werden. Möchte man dieser Freizeitbeschäftigung fröhnen, kommt man um 3 Dinge nicht herum. Hunde, Waffen, Wild.

Letzteres war auf unserer kleinen Insel eher dünn gesäht und so hat man, für Waidmannsheil, 1971 (einige Quellen sagen auch 1954) „Arruis“ ausgesetzt. Ohne natürliche Feinde wachsen nicht nur Mähnenschafe, sondern mit ihnen auch Probleme. Darüber hatten wir bereits im Juni 2013 unter „Waidmannsheil zum Wohle der Caldera“ berichtet.

Heute, ein Jahr später, meldet sich erneut Nieves Arroyo (Minister für Umwelt des Cabildo de La Palma) mit Bedenken vor unkontrollierter Vermehrung und Schäden an einheimischer Flora. Der Jägerschaft wirft sie vor, so unser Inselreporter V. Martin in der „El Dia“, „Arruis“ zu züchten, um sie dann unkontrolliert laufen zu lassen. Eine Praxis, die Jagdspaß garantiert, aber endemische Pflanzen im Naturschutzgebiet gefährdet. Bereits 200 dieser Mähnenschafe sollen jährlich geschossen worden sein, dennoch ist die Population steigend.

Da legt sich ein Politiker mit der Jägerschaft an. Umweltschützer wollen das Tier weg haben, Waidmänner möchten es töten. Konfliktmaterial bei ähnlichen Interessen, das könnte noch spannend werden. Das „Arrui“ wird sich auf Gegenwind einstellen müssen.

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Über Graja (2021 Artikel)
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