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Unsichtbare Gefahr am Strand

Trachinus draco lauert im Sand.

Badegäste an Stränden sollten Schuhe tragen, denn die Gefahr lauert im Sand.

Verbreitet im Mittelmeer, Schwarzen Meer und dem Atlantik lebt das Petermännchen (trachinus draco). Auch vor den Stränden unserer Insel. Mit seinen giftigen Flossenstacheln, ist der Fisch auch eine Gefahr für Badegäste, weil er sich gerne auch in Strand nähe im Sand eingräbt und auf kleine Bodenfische und Krebstiere lauert.

Angriffe auf Menschen gibt es natürlich nicht, doch ein unvorsichtiger Tritt ohne schützende Badeschuhe kann höchste Gefahr bedeuten, denn das Petermännchen gilt als eines der gefährlichsten europäischen Gifttiere. Und obwohl dieser Fisch essbar und schmackhaft ist, werfen Fische ihre Beute aus Angst vor den Giftstacheln meist wieder zurück ins Meer.

Das Petermännchen

Da es 9 verschiedene Arten der Petermännchen gibt, ist ihr Aussehen recht unterschiedlich. Der 15 bis 50 cm kleine Fisch besitzt eine zweigeteilte Rückenflosse mit 5 bis 7 Stacheln. Ein weiterer Giftstachel befindet sich an den Kiemendeckeln. In diesen Stacheln befindet sich eine klare, nach Ammoniak riechende Flüssigkeit, die fünf Serotonin und Protein Gifte enthält.

Kommt es zu einem Stich, verläuft der Unfall in der Regel nicht tödlich. Meist sind extrem starke Schmerzen, große Schwellungen, Kopfschmerzen und Schwindel die Folge. Bei einigen Menschen, die allergisch reagieren, kann ein Stich allerdings auch zur Bewusstlosigkeit, bis hin zum Herzstillstand führen.

Erste Hilfe nach einem Stich.

Wurden Sie von einem Petermännchen gestochen, sollten Sie sofort die Wunde von Stacheln und Geweberesten befreien, desinfizieren und einen Arzt zur weiteren Behandlung aufsuchen.

Sollte innerhalb kurzer Zeit kein Arztbesuch möglich sein, nutzen Sie die Heißwasser Methode Dazu baden Sie die betroffene Stelle für ca. 30 bis 60 Minuten in tolerierbar heißem Wasser. Ab etwa 45 Grad werden die Proteinbestandteile des Giftes zersetzt. Ein Arztbesuch ist aber auch danach zu empfehlen, weil die nicht behandelte Wunde sehr lange schmerzen kann.

Oft wird der harmlose Eidechsenfisch mit dem Petermännchen verwechselt.

Gefahr erkannt, Gefahr gebannt.

Der einfachste Weg um sicher an unseren Stränden zu baden, ist das Tragen von Badeschuhen. Die kleinen Stacheln der Fische können diese nicht durchdringen. Auch schlurfende Schritte im Wasser können helfen. Fische sind Fluchttiere und werden so verscheucht.

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1 Kommentar zu Unsichtbare Gefahr am Strand

  1. Auf den Kanaren gibt es zwar Petermännchen, aber doch eher selten. Zudem habe ich sie bisher eher selten in Strandnähe gesehen. Eher so ab 10m Tiefe. Aber es ist trotzdem gut zu wissen, was man im Notfall tun sollte.

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