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Verzerrte Tatsachen auf der Straße

Erstens kommt es anders, zweitens als man denkt!
Kaum ist das Unwetter ohne nennenswerte Schäden vorüber, spricht man von überzogenen Reaktionen und Fehlalarm. Gelb war das – höchstens, niemals orange, und rot schon gleich mal gar nicht, da haben wir schon ganz andere Stürme überstanden, sagen sie. Lediglich das Meer war gefährlich, das ist es auch jetzt noch – aber nur im Westen, so ihre Einschränkung. Durch diese „übertriebenen“ Alarme würden berechtigte Alarme von den Menschen als Störung empfunden und ignoriert, so sinnieren einige laut vor sich hin.

Sicherlich besteht bei mehrfachen Fehlalarmen die Gefahr einer Gewöhnung.
Falscher Alarm ist es allerdings nur dann, wenn der Warnung keine Gefahr zugrunde liegt. Dies war nicht der Fall. Es bestand wie bei jedem Sturm eine reale Gefahr für Menschen. Zwar waren sich Wetterdienste über Wellenhöhe und Windgeschwindigkeiten nicht ganz einig, aber eine Wetterwarnung konnte man, vonseiten der Behörde, im Rahmen der Sorgfaltspflicht nicht umgehen.

Zum einen ist es besser, einen Alarm mehr, als einmal zu wenig auszurufen, zum anderen sollten wir froh sein, dass die stürmischen Tage nicht mehr Zerstörungen hinterlassen oder Menschenleben gefordert haben. Hart getroffen wird nur, wer unvorbereitet durchs Leben zieht.

Deshalb vielen Dank an das Cabildo de La Palma für die vorsorgliche Aktivierung der Notfallpläne und die Alarmbereitschaft von Rettungsdiensten, Polizei und Feuerwehr. Die Entscheidung der kanarischen Regierung war richtig.

Übrigens: die Wetterwarnung in Form von Küstenalarm für hohe Wellen besteht noch bis Sonntag 12 Uhr.

 

 

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Über Graja (2021 Artikel)
Details zu den Autoren im Impressum unter: https://la-palma.info/autoren-impressum/

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