News Ticker

Vulkan mit Schluckauf

+++ Nachtrag 15.2.2018 +++
Wir werden weiter über aktuelles geschehen rund um den La Palma Vulkan berichten. Weitere Daten mit Hintergrundinformationen finden sie nun in Teil II – La Palma Vulkan beleibt aktiv.

La Palma Vulkan bleibt Aktiv

 


+++ Nachtrag 15.02.2018 +++
Beben Serie setzt sich fort.
Nach dem gestern das letzte Zittern auf Teneriffa gemessen wurde, heute in den frühen Morgenstunden um 4 Uhr 18 wieder Beben auf La Palma. Stärke 2,3 unter Los Canarios (Fuencaliente). Um 5 Uhr gab es dann noch ein kleineres Seebeben von 1,9 vor der Südwestküste.

Noch ist das alles Unbedenklich, weil sich alles in größeren Tiefen abspielt. Die Schwarmbeben können sich, wie im vergangenen Jahr, ebenso schnell verziehen wie sie gekommen sind.

+++ Nachtrag 14.2.2018 / 19,30 Uhr +++
Beben Serie
Im laufe des Tages wurden auf La Palma eine ganze Serie von 55 Erdbeben aufgezeichnet. Alle kamen aus großer Tiefe von 22 bis 30 Kilometer. Die Stärke lag dabei immer zwischen 1,5 bis 2,6 auf der Richterskala.

Obwohl es auch Seebeben vor der Westküste gab, zeigt die Grafik der IGN eine deutliche Konzentration auf die Cumbre im südlichen Teil der Insel.

Ob das tatsächlich alle Beben waren, lässt sich dieser Grafik nicht entnehmen, weil hier nur Erdbeben der Stärke 1,5 oder höher dargestellt werden. Wer eine genaue Liste haben möchte, kann diese auf der Webseite des IGN anfordern.

Gegen Mittag haben sich dann seismische Atkivitäten wieder verlagert. Das letzte Beben wurden heute auf Teneriffa bei Arico angezeigt.

 

+++ Nachtrag 14.2.2018 +++
Auch dieser Tag beginnt mit einem Beben.
In den frühen Morgenstunden zeichneten Überwachungsgeräte um 2 Uhr 58 wieder ein Beben von 2,3 aus 32 km Tiefe im Süden der Insel auf.

+++ Nachtrag 13.02.18
Auch heute Vormittag um 5 Uhr 18 und 5 Uhr 27 zwei kleine Beben der Stärke 2,1 aus 30 Kilometer Tiefe unter der Cumbre. Dieses Mal etwas weiter südlich.

+++ Nachtrag 12.02.2018
Neue Beben Serie auf La Palma.
Nach dem sich in den letzten Wochen Erdstöße rund um Teneriffa konzentrieren, wackelt die Erde wieder auf La Palma. Es begann mit leichtem schütteln vor zwei Tagen. Nun sind es bereits 11 Beben in den letzten Stunden.

Daten: Instituto Geografico Nacional

10 davon direkt unter der Insel aus 24 bis 30 km Tiefe, im Bereich Mazo Richtung Süden. Eines auf dem Meer vor der Westküste. Mit Ausschlägen von bis zu 2,6 auf der Richterskala waren diese recht stark, wohl aber nicht von Menschen spürbar.


 

+++ Nachtrag 14.11.2017
Seit einem Monat ist Ruhe.
Letzte Beben unter der Cumbre Vieja wurden am 19. Oktober gemessen. Seither herrscht Ruhe im Vulkantheater.

Auch offizielle Stellen geben Entwarnung.
Weder das Forschungsschiff „Angeles Alvarino“, noch Beobachtungsposten der „Involcan“ haben Hinweise auf außergewöhnliche Vorkommnisse.

An diesem Punkt können wir den News Ticker „Vulkan mit Schluckauf“ einstellen. Sollten sich neue Ereignisse einstellen, werden wir weiter Berichten.

 

*** Nachtrag 25.10.2017
Diesen Donnerstag hat der Vulkan Geburtstag.
Am Donnerstag vor 46 Jahren tat sich im Süden der Insel ein tiefer Schlund auf. Schon Wochen vorher kündigte sich dieses Ereignis durch eine große Zahl von kleineren Erdbeben an. Rauch und Schwefelgeruch legte sich über die Gemeinde Fuencaliente. Dann wurde Gestein und heiße Lava in die Luft geschleudert und suchte seinen Weg bis hinunter zum Meer.

Bis zum 18. November floss brennendes, bis 1.000 Grad heißes Magma mit einer Geschwindigkeit von 120 Metern pro Stunde zum Atlantik. Bis zu 40 Millionen Kubikmeter Lava sollen es gewesen sein. Menschen kamen dabei nicht zu Schaden.

Ein Ereignis, das La Palma zu einem Magneten für Journalisten und Fernsehsender machte. Gerade nach den jüngsten Bewegungen im Süden der Insel werden diese Erinnerungen wach. Nach neusten Erkenntnissen besteht zur Zeit allerdings keine Gefahr für einen weiteren Ausbruch.

 

*** Nachtrag 23.10.2017
Kurzer Überwachungsrythmus
Wissenschaftler der Involcan haben damit begonnen Gas- und Grundwasserproben drei Mal wöchentlich zu analysieren. Bisher wurde diese Arbeit einmal Jährlich durchgeführt. Gemessen werden pH Werte des Grundwasser, Temperatur und Radon Werte. Dies soll als hydrogeochemisches Überwachungsprogramm zur Vulkanüberwachung der Cumbre Vieja erfolgen. Quelle: TV La Palma.

 

*** Nachtrag 22.10.2017
IEO Schiff untersucht den Vulkan
Das Forschungsschiff „Angeles Alvarino“ des spanischen ozeanographischen Institut (IEO) untersuchte dieses Wochenende das Seegebiet der Cumbre Vieja im Süden von La Palma.

Wissenschaftler suchten am Meeresgrund nach Anomalien bei Temperatur, Druck, Salzgehalt, pH-Wert, Kohlendioxid, Alkalinität, Edelgase oder Leitfähigkeit der Wassersäule. Ergebnisse sind zur Zeit nicht bekannt.

Das 46 m lange und 10,5 m breite Schiff der IEO wurde bereits mehrfach vor El Hierro erfolgreich eingesetzt.

Schlagzeilen machte die „Angeles Alvariño“ im November 2016, weil sie unerlaubt in britische Hoheitsgewässer einlief und dann von der englischen Marine beschossen wurde. Damals sorgte der Streit um Gibraltar zwischen England und Spanien für Spannungen. Nach den Warnschüssen verließ das spanische Forschungsschiff das Seegebiet.

 

*** Nachtrag 19.10.2017
Wie die eldiario berichtet, zeichneten Messgeräte auch heute wieder ein Beben auf.
Gegen 3 Uhr am frühen Morgen gab es ein Beben der Stärke 1,9. Auch dieses war für Menschen nicht spürbar, kam allerdings aus einer Tiefe von nur 9 km.

 

*** Nachtrag 18.10.2017
CO2 Ausstoß im grünen Bereich.
In den letzten Tagen hat ein wissenschaftliches Team von Forschern den Ausstoß von Kohlendioxid an verschiedenen Stellen der Cumbre Vieja gemessen. Dazu wurden auf einem Gebiet von 220 Quadratkilometern an 600 Punkten, ganze 1.500 Gasproben entnommen. Dieser sollte als Normalwert eines Vulkans zwischen 170 und 1.200 Tonnen je Tag liegen.

Die Ergebnisse der Untersucheung liegen, laut TV La Palma, mit 788 Tonnen CO2 pro Tag im grünen Bereich und stellen weder eine Gefahr für Menschen dar, noch deuten die Emissionen auf eine bevorstehende Eruption hin.

 

*** Nachtrag 15.10.2017
Gute Nachrichten.
Messungen haben ergeben, dass es durch die vielen Beben keinerlei Oberflächenverformum an der Cumbre Vieja gab. Das Instituto Volcanológico de Canarias (INVOLCAN) wertet dies als gutes Zeichen. Zusätzlich wurde eine weitere GPS Überwachungsstation installiert. Damit erhöht sich die Zahl auf nun 5 Breitband-Erdbebenstationen für seismische Aktivitäten.

 

*** Nachtrag 14.10.2017
Auch gestern wurden wieder 44 kleinere Beben mit maximal 2,1 auf der Richterskala gemessen.

Diese waren mit nur 15 bis 22 km Tiefe auch flacher als bisher.

Insgesamt waren es nun 347 Beben.

Viele von ihnen allerdings so gering, dass sie nicht einmal genau lokalisiert werden konnten.

Bei Beobachtungen konzentriert man sich etwas genauer auf den Westhang der Cumbre Vieja.

 

 

*** Nachtrag 13.10.07
Entwarnung von allen Seiten, zu früh?
Heute Mittag um 15 Uhr 34 bebte erneut die Cumbre. Es war ein Erdbeben der Stärke 1,7 aus 20 km Tiefe. Auch dieses wurde lediglich aufgezeichnet und war von Menschen nicht zu spüren. Nach zwei Tagen Pause, man tat die kleinen Schwarmbeben schon als nichtig ab, hustet der Vulkan erneut.

 

***Nachtrag 10.10.2017
Mittlerweile sind es mehr als 40 kleinere Erdbeben in kurzer Zeit.
Wissenschaftler der Involcan und IGN sehen dies zur Zeit nicht als Gefahr, weil es sich um kleinere Beben unter 3,0 auf der Richterskala handelt. Von Menschen sind diese Beben in der Regel nicht spührbar.

Interessant scheint es jedoch zu sein, denn sie möchten der Sache auf den Grund gehen und haben Personal und Material nach Los Canarios verlegt um die Cumbre Vieja von Fuencaliente bis El Paso genauer zu überwachen.

 

***Nachtrag 9.10.2017
Auch in der vergangenen Nacht gab es wieder Schwarmbeben.
Betroffen war wie in den letzten Tagen Los Canarios (Fuencaliente). In nur 5 Stunden wurden 13 leichte Beben mit einer Stärke von 1,5 bis 2,1 auf der Richterskala gemessen.

 

12 kleinere Erdbeben in 24 Stunden.

Unser Vulkan Cumbre Vieja rüttelt etwas an der Insel. 12 kleinere Beben mit einer Stärke zwischen 1,4 und 2,7 wurden vom „Instituto Geográfico Nacional“ in den letzten 24 Stunden aufgezeichnet.

Betroffen war mit 10 Beben die Südgemeinde Fuencaliente, aber auch in San Jose (Brena Baja), Mazo und auf der Südwestseite wurden Erschütterungen gemessen. Alle Beben kamen aus großer, bis 38 km Tiefe und waren für Menschen nicht zu spüren.

Kleinere Erdstöße sind auf dem Archipel normal und kommen immer wieder vor.
Eine Gefahr geht von unserem noch immer aktiven Vulkan zur Zeit nicht aus. Man wird allerdings nun mit großer Aufmerksamkeit weitere Aktivitäten verfolgen.

 

 

La Palma Karte mit seismischen Aktivitäten

Hier zeigt die Karte der Grafcan Vulkanische und Seismisch aktive Gebiete der Insel.

Historie der Vulkanausbrüche auf La Palma

1470 Montana Quemada
1492 Montana Quemada
1585 Tajuya El Paso
1646 Volcan Martin
1677 Volcan San Antonio
1712 El Charco
1949 San Juan und Hoyo Negro

1971 dann der Volcan Teneguia
Begonnen hatte es am 27. Oktober 1971, als aus dem Vulkan San Antonio weißer Dampf und Rauch aufstiegen.

Bereits einige Wochen vorher kündigten leichte Erdstöße einen möglichen Vulkanausbruch auf La Palma an.

Schließlich flossen aus mehreren Öffnungen des Vulkanberges Lavaströme mit einer Geschwindigkeit von mehr als 100 Meter pro Minute hinab zum Meer.

Die Bewohner einiger Ansiedlungen wurden vorsichtshalber evakuiert und in den Kirchen der Insel wurden Messen abgehalten.

Im Laufe der einmonatigen Aktivität, wurde La Palma von mehr als 10.000 Schaulustigen, Reportern und Fotografen aus aller Welt besucht. Von den Nachbarinseln wurden Sonderflüge organisiert, um dieses seltene Schauspiel zu besichtigen.

Über Graja (2009 Artikel)
Details zu den Autoren im Impressum unter: http://la-palma.info/autoren-impressum/

1 Kommentar zu Vulkan mit Schluckauf

  1. Das kann ja noch spannend werden

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