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Werbe-Gag Plastik Vermeidung

La Palma schmückt sich gerne mit dem Beinahmen „Isla Verde“ und grün ist die Insel ja auch. Hier blüht und vermehrt sich alles, sogar Plastik.

Errungenschaften der modernen Welt lassen Ozeane verdrecken, vergiften Tier und Mensch, werden dennoch weiter genutzt. Davon sind natürlich auch die Kanaren betroffen. Unsere grüne Insel ist keine Ausnahme. Wie denn auch? Man hält es ja schon für eine Innovation, wenn Plastiktüten an der Supermarkt Kasse bezahlt werden müssen.

In Wirklichkeit ist diese Umweltschutzfloskel lediglich eine Kostenminimierung und damit Zusatzeinnahme für die Supermärkte.

Plastik Müll vermeiden, davon sprechen alle.

Leider wird kurzfristig nix passieren.
Zu schwerfällig ist der EU Verwaltungsapparat, zu mächtig große Wirtschaftskonzerne zu Mutlos unsere Politiker.

Alleingänge der Kanaren oder gar einer kleinen Insel wären … na ja Sie alle kennen die Geschichte von „Don Quijote“

Selbst in der ägyptischen Provinz ist man da schon weiter als Europa. In Hurghada am Roten Meer wurden jetzt, zum Schutz der Meere, kurzer Hand jede Art von Einwegplastik verboten. Ein leuchtendes Beispiel, das funktioniert.

Nur unter Druck werden Handel und Verbraucher zähneknirschend auf Plastikflaschen, unnötige Verpackungen und Plastiktüten verzichten.

Selbst Weißblechdosen wie zum Beispiel Mais, werden im Dreierpack nochmal in Folie gebunden. – Der Kunde soll ja nicht nur eine Dose kaufen.

Hier nutzt man Plastik Vermeidung als Werbegag.

Vorgemacht haben es die Lügenbeutel von Mercadona. Im März ging die Supermarktkette in die Werbeoffensive gegen Plastikmüll. Plastiktüten sollten aus allen kanarischen Märkten verschwinden und durch Papiertüten ersetzt werden. Die Fakten sehen anders aus. Noch immer gibt es Plastiktüten, Einwegverpackungen aus Plastik, in Folie eingeschweißte Lebensmittel und vieles mehr. Na ja, Werbung lügt nicht, sie stellt lediglich einige Tatsachen aus anderer Richtung dar.

Auch andere große Supermärkte wie Lidel, Spar und co brüsten sich mit Umweltschutz. Dennoch wird alles, egal ob notwendig oder nicht in Plastikfolie gewickelt und Kunststoffbecher verpackt.

Tomaten Souce im Dreierpack in Plastikfolie eingewickelt. Wohl damit die Verpackung frisch bleibt?

Und der Verbraucher macht mit.
Nur bewusst Einkaufen kann Supermärkte stoppen.
Wer ernsthaft glaubt, dass große Konzerne freiwillig auf Umwelt schädlichen Plastik, und damit auf Umsatz verzichtet, der schreibt auch Wunschzettel an den Weihnachtsmann.

Henry Ford sagte einmal: „Denken ist die schwerste Arbeit die es gibt. Deshalb beschäftigen sich so wenige Leute damit.

Lassen Sie unnötige Verpackungen liegen. Wenn es weh tut, muss der Handel andere Lösungen finden, um uns zu verarschen. Das einzige Druckmittel der Verbraucher ist Verzicht und bedachter Einkauf.

Eine Schlangengurcke bekommen Sie an anderer Stelle auch ohne Plastik.

Verbraucher, die das noch nicht verstehen, sollten schleunigst versuchen bei einem Dealer ihre bevorzugten Substanzen wieder zu bekommen.
Vielleicht klappt es ja dann mit dem Denken.

Kleiner Vorstoß in der Hauptstadt.
Strohhalme aus Plastik sollen verschwinden. Allerdings auf freiwilliger Basis. Wer in einer Bar dennoch einen benutzen möchte, soll mit einem Infoblatt über die Folgen der Plastikverschmutzung aufgeklärt werden.

Keine schlechte Idee, leider fällt mir dazu nur der Tropfen ein – der mit dem heißen Stein.

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Über Graja (1914 Artikel)
Details zu den Autoren im Impressum unter: https://la-palma.info/autoren-impressum/

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