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Zitrusfrüchte frisch vom Baum

Schmackhafte Vitamin-Lieferanten frisch und fruchtig.

Auf La Palma haben sich Zitronen und Orangen an den ewigen Frühling gewöhnt, grünen das ganze Jahr hindurch und fühlen sich sichtlich wohl. Landwirte bauen Zitrusfrüchte auf Fincas, Familien in Vorgärten an. Auch wilde Orangenbäume und Zitronengewächse finden wir in Wäldern und Barrancos.

Mehr als 100 Millionen Tonnen Zitrusfrüchte werden weltweit pro Jahr geerntet. Mit 17.251.291 Tonnen ist Brasilien der größte Produzent bei Orangen. Spanien kommt auf durchschnittlich 3.137.546 Tonnen jährlich. Bei Zitronen liegt Indien mit 2.978.000 Tonnen an der Spitze. In Spanien werden immerhin noch 857.754 Tonnen Zitronen geerntet.

Wilder Orange Baum

Ursprünglich stammen Rautengewächse auch dem tropischen Südosten Asiens.

Zitrus gehört zu den ältesten Obstsorten der Welt und wurde bereits vor über 4000 Jahren in China kultiviert. Alexander der Große soll es gewesen sein, der die bitteren Früchte im 4. Jahrhundert vor Christus von einem Asien Feldzug nach Europa brachte. Durch die Araber wurden sie dann nach Afrika und im 13. Jahrhundert von Christoph Kolumbus über die Kanaren nach Amerika verbreitet.

Da der immergrüne Baum jedoch lediglich einen langen, warmen Sommer und Wasser benötigt, konnten sich Zitrusfrüchte über die ganze Welt verbreiten. Starke Bewässerung wie in trockenen Mittelmeergebieten sind auf La Palma meist nicht erforderlich. Je nach Lage, zum Beispiel in feuchten Schluchten, muss gar nicht bewässert werden. Zitronen und Orangenbäume wachsen quasi von selbst und erreichen Wuchshöhen von 5 bis 25 Meter.

die ersten Orangen spriesen

Schon bei jungen Pflanzen entwickeln sich aus Knospen schnell Blütenstände, die ovale Fruchtknoten bilden. Sie bestehen aus drei bis 14 Früchten und man fragt sich, wie diese dünnen Stiele eine solche Last an Früchten tragen können.

Aber das Geäst hält und wir können die leckeren Früchte pflücken.
Hier unterscheidet sich die Ernte zwischen Orangen, die in der Regel gleichzeitig geerntet werden, und Zitronen. Diese werden je nach Reifegrad nach und nach abgesammelt.

Die anfangs grünen Zitrusfrüchte verfärben sich zu Beginn gelb, bei steigendem Reifegrad orange. Eine perfekte Farbe bekommen sie allerdings nur, wenn neben einem warmen Sommer auch kühle Nächte vorhanden sind. Grüne Früchte haben einen bitteren, dunkel-orange Früchte einen eher süßlichen Geschmack. Wie man die Frucht verzehrt bleibt dem persönlichen Geschmack überlassen, weil grüne Schale nicht immer Unreife bedeutet.

Sind Orangen oder Zitronen geerntet, reifen sie, dank einem geringen Stärke Gehalt nicht wie Bananen weiter. Man sollte sie also in dem Zustand vom Baum pflücken, wie man sie verzehren oder verarbeiten möchte.

Duft lockt Schädlinge.

Optimale Bedingungen machen noch keine Zitrusfrucht. Denn die Blüten verströmen einen starken Duft, was sie für Insekten attraktiv macht. Eine ganze Reihe an Schädlingen ernährt sich von Zitruspflanzen. Ganze 250 verschiedene Insekten wurden auf Zitruspflanzen bereits nachgewiesen. Hier sind allerdings besonders Monokulturen betroffen, die es bei Orangen oder Zitronen auf La Palma nicht gibt. Fliegen, Schildläuse und Blattläuse sind auf der Insel die Hauptgegner.

Landwirte schmeißen deshalb gerne mit Pestiziden um sich. Private Pflanzer halten sich damit eher zurück. Wildwachsende Bäume sind von Giftstoffen nicht betroffen, sind aber häufiger von Zitrus Krebs befallen. Das passiert, wenn Bakterien an winzigen Verletzungen der Schale in Früchte eindringen. Bei Befall bilden sich hässliche schwarze Flecken auf der Frucht und machen sie ungenießbar.

Goldene Früchte, schmackhaft und gesund.

Schon zwei bis drei Zitronen oder Orangen decken den täglichen Vitamin C Bedarf eines Erwachsenen. Das wusste bereits der alte Seefahrer James Cook. Er versorgte auf seiner Entdeckungsfahrt von 1768 bis 1771 seine Mannschaft mit Orangen und Zitronen mit Erfolg gegen Skorbut.

Man kann sie aber nicht nur schälen und essen.
Zitrusfrüchte sind weit mehr als eine erfrischende Obstsorte. Sie lassen sich zu Saft und Konserven verarbeiten, sind durch ihre aromatische Säure vielseitige Geschmacksgeber in Suppen, Schmorgerichten, Salaten oder Desserts. Zusätzlich liefern ätherische Öle aus den Schalen von Orangen und Zitronen tolle Aromen in Erfrischungsgetränken, Backwaren und Süßspeisen. Beachten Sie aber, dass der feine Abrieb einer Schale belastet sein kann. Hier sollten sie Früchte aus biologischem Anbau verwenden. Zumindest jedoch die Schale kurz unter heißem Wasser reinigen.

Was kann erfrischender sein, als ein Schluck kaltes Wasser mit kräftigem Schuss purer Zitrone?

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Über Graja (1917 Artikel)
Details zu den Autoren im Impressum unter: https://la-palma.info/autoren-impressum/

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