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Zwangsgebühr für Touristen

Kurtaxe für Kanarenurlauber ist wieder einmal im Gespräch.
Während man auf La Palma immer wieder einmal darüber debattiert, ob man für den Nationalpark Eintrittsgeld als Obolus für Instandhaltung nehmen kann, möchte man an anderer Stelle nun eine Kurtaxe einführen. Jeder Tourist soll bald eine Zwangsgebühr als Steuer von 1,- bis 1,50 Euro am Tag entrichten. So jedenfalls stellt sich das die Partei „Nueva Canarias“ des ehemaligen Kanarenpräsidenten Román Rodríguez vor und hat dem Regionalparlament einen formellen Vorschlag als Gesetzesentwurf präsentiert. Nach Schätzungen würden dadurch etwa 90 Millionen Euro zum Finanzamt fließen, so ein Artikel im Kanaren-Express.

 

Würde Rodriguez das Ding zwischen seinen Ohren nicht nur zur Reduzierung des Schallverhaltens nutzen, wäre schnell klar, dass der Schuss nach hinten losgeht. Schon auf den Balearen hat man eine solche Steuer eingeführt, um sie dann nach einer Bauchlandung, schnell wieder zu streichen. Im Ergebnis würde ein Urlaub auf den Kanaren teurer, Gewinne der Reiseveranstalter geringer und bei Touristen eine Abneigung erzeugen. Rückläufige Buchungszahlen wären die Folge.

Arbeitgeberverbände und Hotelgewerbe sind bereits auf den Plan gerufen und möchten eine Allianz gegen den irrsinnigen Vorschlag zu bilden. Allerdings gibt es auch Befürworter dieser Touristensteuer, weil man sich durch die Einnahmen eine Verbesserung der touristischen Infrastruktur verspricht.

Über R. Rodriguez sagt man, dass er niemals verliert, weil das nicht auf seiner Agenda steht. Aber vielleicht ändert er ja seine Zielsetzung. Noch ist nichts entschieden, die Diskussion im Wahljahr läuft.

 

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Über Graja (1917 Artikel)
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1 Kommentar zu Zwangsgebühr für Touristen

  1. Bislang wurde die Steuer ja noch nicht eingeführt, aber auch hier bei uns gibt es die sogenannte Kurtaxe. Es bleibt also alles eine Frage der Zeit bis auch dort die Steuer eingeführt wird. Wenn diese am Ende tatsächlich da ankommt, wofür sie gebraucht wird, dann ist dies auch völlig in Ordnung.

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