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Zwei Meßbecher im Umweltministerium

Was haben die spanischen Inseln der Balearen und Kanaren gemeinsam? Sicherlich liessen sich einige Parallelen finden. Hier geht es jeoch um die Vermutung, dass sich vor den Küsten Erdöl befindet, welches Ölkonzerne gerne suchen und natürlich auch fördern möchten.

Was sich zwischen den Kanaren und Marokko abspielt, darüber haben wir mehrfach berichtet. Die spanische Regierung erlaubte, trotz aller Widerstände und Gefahren, dem Ölmulti „Repsol“, Bohrarbeiten durchzuführen. Mehr dazu …:
Fluch und Segen im Atlantik.
Rettet die kanarischen Inseln
Eine Frage der Ehre oder bittere Notwendigkeit

Wie nun bekannt wurde, misst man im im Umweltministerium mit zweierlei Maß.
Im Mittelmeer werden vor balearischen Küsten Erdölvorkommen vermutet, die ein englischer Konzern vor Ibiza suchen möchte. Nun wurde vor einigen Tagen dem britischen Ölkonzern „Cairn Energy“ eine interimistische ablehnende Entscheidung übermittelt. Die Suche nach Öl in Gewässern der Balearen dürfe aus Umweltschutzgründen nicht durchgeführt werden.

Die Fachabteilung des Ministeriums verweist in ihrer Ablehnung auf die potentiellen negativen Auswirkungen der Ölsuche auf Meereslebewesen, insbesondere auf die in den Gewässern heimischen Wal- und Delphinarten.

Nun könnte man sich Gedanken über Wale und Delfine machen.
Man schätzt in den Gewässern des kanarischen Archipels die Anwesenheit von 35% der Arten weltweit und 67% der Arten im Nordatlantik lebender Tiere. Selbst die Riesen “Physeter catodon” oder “Physeter macrocephalus” (schlicht Pottwal), werden hier gesichtet.

Wo also liegen Unterschiede bei der Entscheidungsfindung im spanischen Umweltministerium? Hat das balearische Flossengetier einen anderen Stellenwert, setzen sich Lokalpolitiker mehr ein, liegen die Balearen zu dicht vor der Festlandstür oder liegt es ganz einfach daran, dass nicht die spanische „Repsol“, sondern ein britischer Konzenr dort nach der schwarzen Brühe suchen möchte?

Allerdings ist die vorläufige Entscheidung des Projektansuchens noch nicht bindend, eine abschließende Beurteilung soll noch ausstehen. Eine endgültige Entscheidung werden die Balearen wohl erst im kommenden Jahr erhalten.

 

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Über Graja (2021 Artikel)
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